Pensionszuschuss wird stark steigen

ZAHLEN ZUM TAG. Schon in Folge der vergleichsweise kleinen Wirtschafts- und Finanzkrise waren um eineinhalb Milliarden Euro mehr Steuermittel nötig.

Das Pensionsantrittsalter ist im vergangenen Jahr nicht weiter gestiegen, sondern leicht gesunken. Das berichtet die APA unter Berufung auf die Pensionsversicherungsanstalt. Männer gingen durchschnittlich mit 61,1 Jahren in den Ruhestand. 2019 hatte dieser Wert 61,3 betragen. Bei Frauen sei das Alter bei 59,3 geblieben.

Pensionen werden in Folge der Coronakrise noch stärker in die Schlagzeilen zurückkehren. Dafür wird der Umstand sorgen, dass der „Bundeszuschuss“ massiv zunehmen wird. Mit dem Zuschuss ist die Summe aus Ausgleichszulagen sowie den Mitteln gemeint, die aus dem Budget überwiesen werden müssen, damit alle Pensionen bezahlt werden können. Versicherungsbeiträge reichen dazu bei weitem nicht aus. Im vergangenen Jahr belief sich dieser Zuschuss auf 9,58 Milliarden Euro.

Davon, was jetzt kommt, kann man nur eine Ahnung haben. Eine hohe Arbeitslosigkeit führt letzten Endes dazu, dass weniger Versicherungsbeiträge zusammenkommen und die Lücke, die mit Steuergeldern geschlossen werden muss, größer wird. In Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise stieg der Zuschuss von 2007 bis 2009 von 6,92 auf 8,55 Milliarden Euro bzw. von 2,44 auf 2,97 Prozent gemessen am BIP.

Auf diesem Niveau ist er dann auch bis Mitte der 2010er Jahre geblieben. Dann kam es zu einem starken Rückgang. Grund: Ausgleichszahlungen, die die Bank Austria für die Übertragung langjähriger Mitarbeiter in die Pensionsversicherung überwies. Außerdem entspannte sich die Wirtschaftslage.

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