Neues vom Pardon-Magazin

Mitglieder der Bundesregierung haben versichert, dass die bevorstehende Einigung auf ein Rettungspaket für die Lufthansa nicht zu einem größeren Einfluss der Politik auf die Airline führen solle. „Wir wollen helfen, mehr nicht“, soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Flughafen Frankfurt/M. gesagt haben, wo sie seit Donnerstag einen Pilotenschein (siehe Foto) macht. „Die CSU hat zu recht vor einer Halbverstaatlichung der Lufthansa gewarnt“, wird Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einem Fluglotsen-Seminar auf dem Hamburger Flughafen zitiert, „und das sehen wir genauso: Wir Sozialdemokraten waren nie für halbe Sachen.“ Er fügte an: „Allerdings gibt es neun Milliarden Euro nirgends für einen warmen Händedruck.“

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) war am Vatertag nicht zu erreichen. „Er ist im Keller, er baut seine Modelleisenbahn ab“, ließ Ehefrau Karin die Journalisten wissen. „Da will er jetzt plötzlich ein riesiges Modell vom Münchner Franz-Josef-Strauß-Flughafen haben.“ Nachdenklich fügte sie hinzu: „Komischer Sinneswandel, so plötzlich.“

Die Opposition versichert ebenfalls, es gehe nicht um „direkte Einmischung“. Grünen-Chef Robert Habeck: „Der Bundestag wird sich da schön raushalten. Aber privat suche ich durchaus das Gespräch mit den zwei Aufsichtsräten, die künftig von der Bundesregierung gestellt werden.“ Habeck verabschiedete sich nach dem kurzen Statement rasch: er gehe gerade mit Annalena Baerbock eine längere Liste mit Inlandsflughäfen durch, „die wirklich niemand braucht“. Und, fügte Habeck hinzu, „da wir wegen Corona derzeit ohnehin kaum fliegen können und Interrail einfach großartig ist, sind auch Destinationen wie Rom, Madrid, Warschau oder Paris verzichtbar.“ (PAR)

Quelle: pardon-magazin.de