NRW-Innenminister Reul verurteil Gewalt gegen Polizisten

Junge Freiheit

TROISDORF. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte scharf verurteilt. „Wir haben gegenüber Polizisten Feuerwehrleuten, Sanitätern in dieser Gesellschaft ein Verhalten, das unter aller Kanone ist“, sagte er am Dienstag während einer Diskussionsrunde im rheinländischen Troisdorf, berichtet die Bild-Zeitung.

Laut Reul gab es im Jahr 2016 rund 6.000 Angriffe. „Da sind Beleidigungen, Bespucken oder mal Wegdrängen und dumme Sprüche noch gar nicht mit drin.“

Es sei nur eine Minderheit, die so ein Verhalten zeige. Dagegen müsse die Mehrheit aufstehen und fragen: „Was ist das eigentlich für ein Scheiß-Laden hier? Was ist das für eine Gesellschaft, daß diejenigen, denen wir eigentlich Danke sagen müßten, auch noch beleidigt und angegriffen werden?“ Sanitäter befürchteten, im Einsatz angegriffen zu werden, wenn Angehörige von Notfallpatienten nicht mit den Maßnahmen einverstanden seien.

Reul verlangt Respekt für Rettungskräfte

Statt dessen sollten sich die Bürger mit den Einsatzkräften solidarisch zeigen. „Hochachtung, Respekt und Unterstützung“, forderte der CDU-Politiker.

Als aktuelles Beispiel für Attacken auf Polizeibeamte nannte der Innenminister die Vorfälle während der momentanen Räumung der Protestcamps im Hambacher Forst. Dort greifen seit Tagen linksextreme Braunkohle-Gegner die Sicherheitskräfte an. Reul betonte: „Wenn im Hambacher Forst Polizisten Steine an den Hals kriegen, das ist ja auch schon normal geworden. Das geht nicht.“ (ag)

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