Abgehoben und größenwahnsinnig

Junge Freiheit

Der linksgrünen Meinungselite wird oft vorgeworfen, sie würde sich den Lebenswirklichkeiten entziehen, die sie der Mehrheitsgesellschaft aufoktroyieren möchte. Die Autorin und Journalistin Caroline Rosales hat sich in der Berliner Morgenpost nun ganz offen zu ihrem Elfenbeinturm-Lebensstil bekannt.

Sie gesteht: „Mein Sohn geht auf eine Privatschule.“ Allerdings betont sie, daß dies „nicht das Ergebnis elitären Denkens“ sei. Der Grund dafür, daß sie ihren Sprößling auf die Privatschule schickt, sei auch nicht etwa der hohe Migrantenanteil an den staatlichen Bildungseinrichtungen. „Nein, im Gegenteil, etwas mehr kulturelle und internationale Einflüsse wären ja schön“.

Angst vor AfD-Wählern

Wer ist nun also schuld daran, daß das Kind von Caroline Rosales nicht mit Ali und Mohammed auf dem Schulhof um das Smartphone rangeln darf? Schuld sind die, die in diesen Tagen eigentlich an fast allem schuld zu sein scheinen: Die AfD-Wähler.

Sie schreibt: „Die Regelschule kam für mich leider nicht infrage wegen des Klientels.“ Die Journalistin, die elitäres Denken weit von sich weist, führt aus: „Es geht um die AfD-Wähler, die Rechten, die Väter, die aussehen wie Hooligans. Damit komme ich nicht zurecht. Ich will da auch nicht diskutieren müssen.“

Das klingt so abgehoben, so wahnhaft, so größenwahnsinnig, daß es selbst die sicherlich politisch höchst korrekten Menschen im Umfeld von Frau Rosales nicht mehr nachvollziehen können, wie sie selbst schildert: „Das ist dann komischerweise immer der Moment, in dem mein Gesprächspartner verstummt und wohl denkt: ‚die übertreibt’.

Alleinerziehende Mutter als Befähigung

Vermutlich kennen ihre Freunde und Bekannten einfach die Autorin Caroline Rosales nicht gut genug. Die in Bonn geborene Journalistin schreibt nicht nur für etliche Erzeugnisse der Funke Mediengruppe und Zeit Online, sie hat auch bereits drei Bücher auf den Markt gebracht.

Ihre Befähigung zieht die 1982 geborene Schriftstellerin vor allem daraus, daß sie eine alleinerziehende Mutter – oder wie sie sich selbst nennt – „Single Mom“ ist. 2012 war sie Mitbegründerin des Internet-Blogs „Stadt Land Mama“. Ihre Tätigkeit ist stets geprägt von ihrer Haltung als vermeintlicher „Helikopter-Mutter“. In ihrer Heimatregion setzte sie via Petition die süßigkeitenfreie Kasse, ohne „Quengelware“ durch.

Diese Attitüde zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk und das Leben der Caroline Rosales. Diese Frau will wahrlich nicht diskutieren. Nicht an der Supermarktkasse, nicht in der Schule. Schon gar nicht mit denen da unten. Menschen, denen die erhabene Helikopterperspektive fehlt. Den „Dosenbier trinkenden Hooligan-Papas“, die auf Kinderfesten „rechte Sprüche klopfen“ und ganz bestimmt auch früher oder später die Mutter mit ihrem Kind sitzen lassen werden.

Schicksal: Pankow

Ihre größte Tragik sieht die Autorin, die heute natürlich in Berlin lebt, darin, daß sie nicht im „hippen Prenzlauer Berg“ wohnt, sondern im ein paar Kilometer weit entfernten Pankow ihr Dasein fristen muß. Und selbst dort noch am „äußersten Ende“ in Blankenfelde. „37 Prozent haben dort bei der vergangenen Bundestagswahl im September 2017 die AfD angekreuzt“, weiß Rosales zu berichten.

Man kann sich die Verzweiflung der zugezogenen Bonnerin vorstellen, die sich vermutlich jeden Tag beim Einkaufen fragt: „Was ist das für ein Leben?“ Zumindest ihr Kind soll es da besser haben. Schon alleine, um zu verhindern, daß es eines Tages noch mehr quengelt als die Mama. Nur deshalb die ganz unelitäre Entscheidung für die Privatschule.

Man glaubt ihr, wenn sie schreibt: „Es ist unsere Art – meine und die vieler anderer Eltern – mit einem Problem umzugehen“. Mit einer Einschränkung: Es ist ihre Art, mit allen Problemen umzugehen.

Serie über Linksextremismus

Das war nicht immer so. Als junge Reporterin für die B.Z. schrieb die Journalistin Rosales einst eine Serie über Linksextremismus. Damals zog sie den Zorn der linksextremen Antifa auf sich. Aber das ist lange her. Mittlerweile hat sie gelernt, sich publizistisch auf dem „richtigen“ Boden zu bewegen und zur Not einfach den Kopf in den Sand zu stecken.

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