Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und Russland lohnen sich

Die wachsende wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Russland ist für die ungarische Wirtschaft zunehmend von Vorteil, sagte Außenminister Péter Szijjártó am Montag gegenüber der Presse aus Moskau. Szijjártó forderte einen fortgesetzten Dialog zwischen der EU, ihren Mitgliedsstaaten und Russland und sagte, dass der „bevorstehende globale Handelskrieg“ eine Zusammenarbeit auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts zwischen Ost- und Westeuropa gerechtfertigt habe.

Russland sei Ungarns zweitgrößter Handelspartner gewesen, bevor die EU Sanktionen gegen Russland verhängt habe. Es ist seitdem auf den 12. Platz abgerutscht, fügte er hinzu. Die ungarischen Wirtschaftsakteure hätten aufgrund der Sanktionen Exportchancen in Höhe von etwa 7 Milliarden Dollar verloren, sagte Szijjártó. Viele europäische Länder bevorzugen jetzt Dialog und „eine ehrliche Abrechnung mit den Auswirkungen der Sanktionen“ statt ihrer automatischen Verlängerung, sagte er.

Nach Jahren des Rückgangs sei der Handel zwischen den beiden Ländern 2017 um 30 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar gewachsen. Die Beziehungen seien in den Bereichen Finanzen, Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Energie deutlich vorangekommen, sagte er. In Bezug auf Gasimporte sagte der Minister, dass Ungarn nächstes Jahr 4,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland kaufen wird. „Wir arbeiten jetzt an einer Einigung für 2020, um die Gasversorgung der ungarischen Industrie und der Menschen zu gewährleisten“, sagte er.

Gespräche über eine Ausweitung der finanziellen Zusammenarbeit sind ebenfalls im Gange, sagte er. Szijjártó soll den russischen Handelsminister Denis Manturov, Gesundheitsministerin Veronika Skvortsova, Nikolai Fjodorow, den ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Föderationsrates, den stellvertretenden Finanzminister Sergei Storchak und den Vorstandsvorsitzenden der Gazprom, Alexej Miller, treffen.

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