Die Wahl des Fraktionsvorsitzenden wird zur Vertrauensfrage für Merkel

Ein Artikel von TichysEinblick

Am Dienstag nächster Woche ist in der CDU/CSU-Fraktion „High Noon“. Formal geht es darum, ob Volker Kauder bleibt, was er seit 13 Jahren ist – Vorsitzender der mit Abstand größten Fraktion. In Wirklichkeit geht es um viel mehr: die turnusgemäße Vorsitzenden-Wahl ist zugleich eine Vertrauensfrage für die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin. Schließlich ist Kauder Angela Merkels Mann an der Spitze der 246 Abgeordneten von CDU und CSU. Sollte er verlieren, müsste Merkel nicht zwingend zurücktreten. Sie würde das als Zeichen einer funktionierenden innerfraktionellen Demokratie abtun. Aber es wäre ein weiteres Zeichen, dass es für die ewige Kanzlerin „isch over“ heißt, um es in der Terminologie Wolfgang Schäubles zu formulieren.

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