Kommentar zu Abschied von der Zentralisierung Europas von Gerald

Nimmt man an, die Eurozone wäre eine Familie in der ein Mitglied fleißig arbeitet und Werte schafft, während andere nur rum liegen und Geld verbrauchen, die Familie insgesamt aber ein neues Haus kauft, ein neues Auto, etc., ähnlich der Nachbarsfamilie. Beide Familien scheinen nach aussen gleich wohlhabend und stabil. Innerhalb der Familie gärt es, hat doch der Fleißige den anderen andauernd Geld geborgt um deren Anteile am Gesamtvermögen zu halten. In dem Moment wenn diese Ungleichgewichte ans Tageslicht kommen, und berichtigt werden sollen, wird auch der Aussenwert massiv an Wert einbüßen.
Diese Situation haben wir nun mit dem Euro. Die Südländer haben massive Schulden im Besonderen gegenüber Deutschland, die derzeit auf Verrechnungskonten existieren aber irgendwann schlagend werden. Zusätzlich wird auch die zukünftige Richtung des Euro einen beschleunigenden Effekt haben, orientiert sich der Euro Richtung DMark, also Stabilität und Stärke, dann wird er auch die Südländer mehr motivieren zumindest in diese Richtung zu gehen , ist es eher so, dass der Euro in Richtung Lira geht, dann werden auch die bislang stabileren Länder die Sinnlosigkeit ihres Daseins erkennen und der Euro wird endgültig zur Weichwährung.
Diese Chance wurde mit Einführung des Euro bereits einmal vertan, indem man jedes mal Ausnahmen gewährte, wenn der Wind mal etwas stärker blies.
Bis vor der Corona Krise hatte der Euro einen künstlich hohen Wert indem man so tat, als würden die internen Schulden nicht existieren aber die Guthaben insbesondere der Deutschen sehr wohl richtigerweise in den Büchern stehen.