Fundstück: Viel mehr Hungertote für etwas weniger Covid-19-Tote?

(Fundstück von Peter Grimm)

Weil es beim Corona-Ausnahmezustand um Leben und Tod gehe, sei es zynisch, eine Abwägung mit den wirtschaftlichen Folgen der gegenwärtigen Eindämmungspolitik zu verlangen, so hörte man es in den letzten Tagen häufig von deutschen Regierungspolitikern. Ist es weniger zynisch, das nicht zu tun und damit viel mehr Tote in Kauf zu nehmen? Die sterben dann halt nur nicht an Covid-19, sondern an den Folgen der Maßnahmen, die das Virus ausbremsen sollen. Und sie sterben größtenteils auch nicht hier. Frank Stocker schreibt in der Welt:

„Fast 80.000 Menschen sind weltweit bereits an Covid-19 gestorben, der Krankheit, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird. Das ist der Stand vom 7. April, und es werden in den kommenden Wochen sicher noch viele Tausend dazukommen, trotz der radikalen Maßnahmen, die fast überall auf der Welt in Kraft sind.

Allerdings werden ungleich mehr Menschen an den wirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahmen sterben als an Covid-19 selbst. Darauf weisen diverse Hilfsorganisationen hin, die sich der Ärmsten auf dieser Welt annehmen. Prognosen gehen inzwischen von 35 bis 65 Millionen Menschen aus, die durch die globale Rezession in absolute Armut abrutschen werden. Und vielen von ihnen droht der Hungertod.“