Der Diskurs ist so schlecht!

Ein Artikel von Marcus Franz

Die Qualität der öffentlichen Debatte sei so schlecht geworden, klagen dieselben Journalisten und Politiker, die mit ihrem spezifischen Verhalten erst genau diese klimatische Verschlechterung
ermöglicht haben. Die Rede ist vom aufgesetzten und öffentlich demonstrierten Moralismus linksideologischer Prägung, der in letzter Zeit auch treffend Hypermoral genannt wird (Alexander Grau).

 

Man merkt die Absicht und ist verstimmt

Nichts verstimmt die Öffentlichkeit mehr als die tugendstolze Heuchelei von Politikern und Journalisten, die noch dazu den Anspruch stellen, die Erziehungsberechtigten der Nation zu sein. Der
drohende Zeigefinger der gekünstelten Empörung und die in der anderen Hand geschwungene Nazikeule sind die Waffen dieser Leute. Ihr Ansinnen ist es, sämtliche negativen gesellschaftlichen
Entwicklungen den “bösen Rechten” in die Schuhe zu schieben, während sie als gesinnungsethisch einwandfreie Post- und Kulturmarxisten immer auf der Seite des Edlen, Guten und Schönen stehen.

 

Vox populi, vox dei

Doch die linken Gesinnungsethiker haben die Rechnung ohne das Volk gemacht. Man sagt nicht umsonst “Vox populi, vox dei” – die Stimme des Volkes ist die Stimme Gottes. Das Volk ist aufgewacht und
hat bemerkt, dass die Migrationskrise der Lackmus-Test für die Tugendstolzen war und noch immer ist. Dies Prüfung haben die Hypermoralisten nun endgültig nicht bestanden.

 

Die Realität ist anders als erwartet

Am Anfang der Krise gingen noch viele Leute den öffentlich und medial transportierten, meist emotional gefärbten Geschichten vom “armen Flüchtling” auf den Leim und viele von uns hatten das
spontane Bedürfnis, aktiver Teil der damaligen Willkommenskultur zu sein. Wer nicht mitmachte oder den Verdacht äußerte, dass die ganze Sache so nicht stimmen konnte und dass da einiges schief
läuft, war schnell ins böse rechte Eck gedrängt.

 

Die Leitartikler der Mainstream-Medien und die Moralpäpste der öffentlich-rechtlichen Medien nützten das weidlich aus. Sie surften, ständig um gute Haltungsnoten bemüht, gemeinsam mit den von den
Asylwerbern profitierenden NGOs und den Links-Poltikern im Meer der Hypermoral um die Wette und viele von ihnen tun das noch heute.

 

Das Migrationstheater

Und genau das ist das Problem: Längst hat die Mehrheit der Bürger erkannt, dass uns allen da ein Riesenschauspiel vorgeführt wurde (und noch immer wird) und längst wissen alle, die auch nur ein
bisschen nachdenken, dass das kulturelle Fundament des westlichen Europas durch diese existenzielle Krise gefährdet ist. Das macht viele Leute besorgt, frustriert, traurig und zornig. Und es
vermittelt einer großen Anzahl von Bürgern ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins an jene, die eigentlich dafür verantwortlich sind, dass solche Zustände gar nicht erst entstehen
können.

 

Die schlechte Stimmung breitet sich aus

Natürlich verschlechtert die berechtigt negative Stimmung der Individuen auch die Stimmung der gesamten Gesellschaft und freilich wirkt sich das auf den sogenannten “öffentlichen Diskurs” aus.
Die hier genannten hypermoralischen  Schönredner der größten Krise Europas seit 1945 sollten also nicht mit dem Empörungsfinger auf andere zeigen, sondern sie sollten wenigsten einmal
ehrlich sein und sich den objektiven Fakten stellen, die sie bis jetzt geleugnet oder umgedeutet haben.

 

Reue und Widerruf

Die öffentliche Abbitte und der offen deklarierte Meinungsschwenk der Medien und der linken Politiker, die noch ernst genommen werden wollen, wären der erste Schritt, um Europa doch noch vor
einem Oswald Spengler`schen Szenario zu retten. Anders gesagt: Es ist wirklich höchste Zeit, die linke Gesinnungsethik zugunsten der rechten Verantwortungsethik aufzugeben.