Fundstück: Deutsche Welle weist sich zurecht

AchGut

(Fundstück von Henryk M. Broder)

Vor einiger Zeit schickte die Deutsche Welle einen ihrer Arabisch sprechenden Reporter nach Amman, damit er dort junge Männer fragt, was sie machen würden, wenn sich ihre Schwestern entschieden, arbeiten zu gehen. Die Umfrage war bestimmt nicht repräsentativ, aber doch charakteristisch für das in arabischen Familien gelebte Verständnis von der Rolle und den Aufgaben einer Frau. Worauf die DW eine Rechtfertigung hinterher schickte: 

“With this video, we do not intend on generalizing Jordanian men. We want to open a discussion about rights that are under attack – in Jordan as well as in Germany or the US: women’s rights. We chose Jordan for this story because it ranks 135th out 144 countries in the Global Gender Gap Report 2017 by the World Economic Forum. This video isn’t about singling out a religion, a country or men – it’s about starting a constructive debate”. 

Wenn es aber darum ging, eine konstruktive Debatte anzustoßen, warum wurde der Reporter nach Amman geschickt, und nicht nach Darmstadt, Dover oder Detroit, wo er bestimmt die gleichen Ansichten gehört hätte wie in Amman. Männer sind Männer, und beinah jeder hat eine Schwester.

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