Fundstück: Warum Asylbewerber nicht bei der Ernte helfen können

AchGut

(Fundstück von Peter Grimm)

Wenn Erntezeit ist, dann gibt es Bedarf an Erntehelfern. Die Frage, warum man da keine Asylbewerber einsetzen kann, scheint da für viele Steuerzahler, die diese Zuwanderer schließlich alimentieren, naheliegend. Eine Leserin der Badischen Zeitung hat diese Frage an die Redaktion ihres Tageblatts gestellt und die Kollegen dort haben recherchiert, um die Frage kompetent beantworten zu können. Ein Problem ist die Arbeitserlaubnis. Das wäre zwar lösbar, aber die Arbeit auf dem deutschen Acker ist trotzdem nicht das Richtige für den arabischen, afrikanischen oder afghanischen jungen Mann:

„Eine Art Praktikum wäre möglich, aber dies sollte ja berufsvorbereitend sein beziehungsweise auch der Integration dienen, dafür ist die Arbeit als Erntehelfer aber nicht geeignet. Denn dort können Deutschkenntnisse nicht erworben werden, da hauptsächlich Osteuropäer auf den Feldern arbeiten. Zudem sind die Betriebe nicht auf teilweise traumatisierte Personen eingestellt und können hier auch keine Integration leisten. Und schlussendlich bietet die Saisontätigkeit keine langfristigen Perspektiven.

Erfahrungen haben außerdem gezeigt, dass wenn solche Beschäftigungsverhältnisse zustande kommen, diese nicht selten vorzeitig aus Eigeninitiative der Arbeitnehmer beendet wurden.“

Bei so viel Eigeninitiative muss man die populistische Idee, all die hoffnungsvollen Neuzugänge im deutschen Sozialversorgungssystem einfach zur Ernte aufs Land zu schicken, selbstverständlich vergessen.

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