Spitzenbeamter gibt zu: Corona-Ostererlass stürzt Österreich ins Willkür-Chaos

Immer unkoordinierter und willkürlicher treten einzelne Bundesministerien und die österreichische Bundesregierung insgesamt in ihrem Kampf gegen das Coronavirus auf. Sogar ein langjähriger Spitzenbeamter, wie der Gesundheitsbeauftragte aus Anschobers Ministerium, Clemens Martin Auer, resigniert, wie in einem Interview in der „Zeit in Bild 2“ des ORF zu sehen war.

Ostererlass als Willkür mit Chaos

Aktuell stürzt ein am 2. April durch Gesundheitsminister Rudi Anschober herausgegebener sogenannter „Ostererlass“ Österreich in ein Willkür-Chaos. Was eigentlich gegen sogenannte „Corona-Partys“ gerichtet war, trifft theoretisch alle Österreicher.

Ob man jetzt die Osterwoche und das Osterwochenende mit bis zu fünf Familienmitgliedern, die in einem gemeinsamen Haushalt wohnen oder nicht, verbringen darf oder nicht, ist unklar. Auch ob Besuche von Familienmitgliedern oder familienfremde Personen möglich sind, ist unsicher.

Auch der Einsatz von Polizei, die unter Umständen in Privatwohnungen Nachschau hält und Identitätsfeststellungen durchführt, steht auf der Agenda dieses Erlasses.

Corona-Erlass: Clemens Martin Auer gibt Verwirrungsstiftung zu

Anschober-Beamter Auer, ein ÖVP-Urgestein, das schon unter Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) im Gesundheitsressort als Kabinettschef und Sektionschef diente, musste zugeben, dass Verwirrung gestiftet worden ist. Auer wörtlich in einem ORF-Interview:

Ich glaube, wir haben da Verwirrung angestiftet. Und die „die Geschichte wird am Montag geklärt, weil das so verwirrend ist.“

Clemens Martin Auer

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