Corona-Hilfen: Geldschwemme für Discos und Friseure

1,3 Milliarden Euro hat der Staat bereits an Freiberufler, Kleinstunternehmer und sogenannte Soloselbstständige bewilligt und teilweise ausgezahlt. Während der Staat gegen das Virus also weiterhin eher schleppend reagiert, hat er es beim Geldverteilen recht eilig.
Ganz vorn in der Schlange scheinen dabei die Kleinen zu stehen. Gerade in Berlin macht sich die Rot-Rot-Grüne Regierung für Künstler und Schausteller stark. Discos, in der Party-Hauptstadt Europas verschönernd als ›Clubs‹ bezeichnet, liegen dem Senat gleichfalls am Herzen. Und Friseure. Sie wurden schon bei den Ausnahmeregeln der Ausgehsperre bevorzugt.
Überhaupt greift Berlin wieder einmal schnell und umfangreich zu. Von den 1,3 Milliarden Euro flossen allein 900 Millionen an die Spree. Richtung Bayern waren es mit 275 Millionen nicht einmal ein Drittel davon. In allen Fällen handelt es sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.
Bayern hatte vor zwei Wochen den Anfang gemacht. Berlin ließ sein Förderprogramm vor einer Woche anlaufen. Die Auszahlungen erfolgten nach anfänglichen Serverproblemen bereits nach wenigen Tagen. Ungewöhnlich in einer Stadt, deren Behörden nicht gerade für kurze Bearbeitungszeiten bekannt sind.
Die Hilfen richteten sich zunächst an Kleinstunternehmen. Erst nach einigen Tagen kamen Unternehmen mit bis fünf und danach bis zu zehn Angestellten hinzu. Größere Unternehmen folgen erst in den nächsten Tagen. An sie werden überwiegend Kredite gezahlt – zinslos und staatlich verbürgt. Das Geld muss aber eben zurückgezahlt werden.