Sind Lockdowns wirksam??

[*Dieser Terminus wird unübersetzt und kursiv gesetzt beibehalten. Eine vernünftige und passende deutsche Übersetzung war nicht zu finden. Anm. d. Übers.]

Erstens, fast jedes Land hat irgendwelche Arten von Gesundheits-Eingriffen implementiert, und zwar mit einer Bandbreite von moderaten bis hin zu den chinesischen totalitären Maßnahmen.

Und wie die Koreaner vorgemacht haben, kann das funktionieren … aber nur, falls die Menschen willens sind, Quarantänen mit GPS-Standorten in einem Überwachungsstaat und einer GPS-Kontaktverfolgung durchzusetzen, die zeigt, wo man während der letzten zwei Wochen überall gewesen ist. So weit ich sehe, gibt es das bisher jedoch nur in Korea und China, und kein westliches Land hat das bisher versucht.

Und als Folge davon gibt es kaum einen Unterschied zwischen der Ausbreitung der Krankheit und der begleitenden Rate von Todesfällen in den westlichen Ländern. Abbildung 1 zeigt die tragische Trajektorie der Todesfälle in den 14 Ländern mit den höchsten Todesraten:

Abbildung 1: Coronavirus-Todesfälle im Vergleich zur Anzahl der Tage seit in dem jeweiligen Land die Rate über 10 Todesopfer pro Million Menschen gestiegen ist.

Wie man sieht, gibt es kaum einen Unterschied bzgl. der Sterberate zwischen den verschiedenen Ländern, trotz der Tatsache, dass sie alle differierende Niveaus der Gesundheits-Eingriffe vorgenommen haben in dem Versuch, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Alle folgen der gleichen Trajektorie.

Und welche Art der der Gesundheits-Interventionen außer Lockdowns schweben mir nun vor? Nun, bei ACAP [hier] kann man einen Datensatz herunterladen der verschiedenen Arten der Maßnahmen, die in verschiedenen Ländern Anwendung fanden. Es werden nicht weniger als 33 unterschiedliche Arten von Gesundheits-Interventionen zum Kampf gegen das Coronavirus gelistet, als da wären:

● Zusätzliche Gesundheits-/Dokumentenanforderungen bei der Ankunft
Änderungen der Beerdigungs- und Bestattungsvorschriften
Sensibilisierungskampagnen
Grenzkontrollen
Schließung der Grenze
Änderungen in der Gefängnispolitik
Kontrollpunkte innerhalb des Landes
Vollständige Schließung der Grenze
Ausgangssperre

● Nationale Reisebeschränkungen
Wirtschaftliche Maßnahmen
Notfall-Verwaltungsstrukturen aktiviert oder eingerichtet
Vollständiger Lockdown
Allgemeine Empfehlungen
Gesundheitskontrollen in Flughäfen und an Grenzübergängen
Humanitäre Ausnahmen
● Aussetzung internationaler Flüge
Einführung von Quarantänemaßnahmen
Beschränkung des Imports/Exports von Produkten
Öffentliche Versammlungen einschränken
Abriegelung von Flüchtlings-/Hilfelagern oder anderen Minderheiten
● Massentests der Bevölkerung
Mobilisierung des Miltärs
Obligatorische medizinische Tests, die nicht mit COVID-19 zusammenhängen
Teilweiser Lockdown
Psychologische Hilfe und medizinische Sozialarbeit
● Keine Dienstleistungen mehr
Schließung von Schulen
Ausnahmezustand ausgerufen
Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems
Überwachung und Kontrolle
Test-Richtlinien
Visa-Beschränkungen

Diese Auflistung habe ich herangezogen, um zu sehen, ob Länder mit mehr derartigen Restriktionen besser fahren. Hier zum Beispiel sind der Reihe nach die von Süd-Korea eingeführten Restriktionen genannt. Einige sind doppelt erwähnt, weil sie erweitert oder strenger gemacht worden sind:

● Gesundheitskontrollen in Flughäfen und an Grenzübergängen
Öffentliche Versammlungen einschränken
Visa-Beschränkungen
Visa-Beschränkungen

● Einführung von Quarantänemaßnahmen
Schließung von Schulen
Einführung von Quarantänemaßnahmen
Zusätzliche Gesundheits-/Dokumentenanforderungen bei der Ankunft
Überwachung und Kontrolle
Allgemeine Empfehlungen
Zusätzliche Gesundheits-/Dokumentenanforderungen bei der Ankunft
Allgemeine Empfehlungen
Teilweiser Lockdown
Allgemeine Empfehlungen
Einführung von Quarantänemaßnahmen
Psychologische Hilfe und medizinische Sozialarbeit
Einführung von Quarantänemaßnahmen
Überwachung und Kontrolle

Quarantäne, dann Überwachung, dann noch strengere Quarantäne, dann sogar noch strengere Überwachung und Quarantäne – ich kann mir nicht vorstellen, dass die Amerikaner da mitmachen.

Da ich jedoch Darstellungen als Graphik liebe, habe ich einen Scatterplot der Anzahl bestimmter Arten von Restriktionen, die ein Land eingeführt hat, im Vergleich zur Anzahl der Todesfälle pro zehn Millionen Menschen in jenem Land erstellt. Das Ergebnis zeigt Abbildung 2:

Abbildung 2: Scatterplot, Anzahl der Art der Restriktionen in dem Versuch, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, im Vergleich zur Anzahl der Corona-Toten pro 10.000.

Wie man sieht, scheint die Anzahl der Restriktionen nicht viel zu tun zu haben mit der Anzahl der Todesfälle. Beispielhaft sei hier die Schweiz genannt. Folgende verschiedene Restriktionen hat man dort eingeführt:

● Öffentliche Versammlungen einschränken
Grenzkontrollen
Visa-Beschränkungen
Ausnahmezustand ausgerufen
Schließung von Schulen
Ausnahmezustand ausgerufen
Grenzkontrollen
Visa-Beschränkungen
Allgemeine Empfehlungen
Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems
Sensibilisierungskampagnen
Test-Richtlinien
Öffentliche Versammlungen einschränken
Schließung der Grenze
Öffentliche Versammlungen einschränken
Wirtschaftliche Maßnahmen
Öffentliche Versammlungen einschränken
Teilweiser Lockdown
Vollständiger Lockdown
Teilweiser Lockdown

● Wirtschaftliche Maßnahmen
Wirtschaftliche Maßnahmen
Beschränkung des Imports/Exports von Produkten
Militärischer Einsatz
● Einschränkung öffentlicher Versammlungen
Aussetzung internationaler Flüge
● Einschränkung öffentlicher Versammlungen
Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems
Visa-Beschränkungen
Wirtschaftliche Maßnahmen

Das Fehlen augenfälliger Auswirkungen ist also nicht mangelnden Restriktionen geschuldet, und es liegt auch nicht daran, dass die Restriktionen nicht lange genug galten. Die Schweiz hat die ersten dieser Maßnahmen vor 40 Tagen eingeführt, nämlich am 21. Februar. Man hat die Schulen geschlossen. Am 24. Februar rief die Regierung eine „außerordentliche Lage“ aus und verbot alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen. Die Schließung von Restaurants und Bars wurde angeordnet. Bis dahin gab es dort noch keinen einzigen Corona-Toten.

Danach bis jetzt zählte man 433 Todesfälle durch das Coronavirus. Vierzig Tage Sanktionen ohne irgendeine Auswirkung.

Inzwischen registriert man dort etwa die gleiche Anzahl von Todesopfern pro zehn Millionen Menschen wie beispielsweise in den Niederlanden. Die Niederländer haben Folgendes eingeführt:

Einführung einer Politik der Quarantäne

● Begrenzung öffentlicher Versammlungen

● Schließung von Schulen

● Schließung von Dienstleistungen

● Allgemeine Empfehlungen

● Wirtschaftliche Maßnahmen

● Notfall-Verordnungen wurden aktiviert oder eingeführt

Kein Lockdown, weder teilweise noch vollständig. Keine Begrenzung von Importen und Exporten. Keine Streichung von Flügen.Keine Visum-Restriktionen. Kein Notfall. Keine Grenzkontrollen.

Und trotz alledem … haben sie lediglich mit den Schweizern gleichgezogen.

Man kann es auch noch auf andere Weise betrachten. Deutschland, die USA, Portugal, Frankreich und Spanien haben allesamt die gleiche Anzahl von Restriktionen eingeführt … aber die Todesraten reichen von niedrig bis hoch.

Es sieht also so aus, als sei meine Intuition richtig gewesen. Solange man nicht willens ist, eine Politik der Überwachung einzuführen, bewirken diese Maßnahmen sehr wenig. Das Problem ist, dass dieses Teufelsding so heimtückisch ist. Es hat eine lange Inkubationszeit, und es kann auf Oberflächen tagelang überleben. Fazit: hinsichtlich regierungsamtlicher Restriktionen wird nichts außer strikter Überwachung und Quarantäne wie in Korea die Anzahl der Fälle verringern, ebenso wie eine Bevölkerung, die willens ist, den Restriktionen buchstabengetreu zu folgen.

Und Amerikaner machen da einfach nicht mit. Tatsächlich ist es unmöglich, Amerikaner dazu zu bringen, Schutz zu suchen. Falls man auf die Straßen der USA tritt, trifft man viele arbeitende Menschen, viele umher laufende Menschen, Lebensmittelläden voller Menschen … Virenkontrolle?

Ich glaube nicht.

Aber bzgl. Kontrolle des Virus‘, hier noch eine andere Graphik. Es ist die gleiche Graphik wie Abbildung 2, enthält aber diesmal zusätzlich Japan:

Hmm … sie befinden sich in der Gefahrenzone nahe Korea und China – welche extremen Gesundheits-Maßnahmen hat man also dort ergriffen? Nun, diese hier:

Gesundheits-Checks auf Flughäfen und an Grenzübergängen

Visa-Restriktionen

Waas? Das ist alles? … Meine einzige Schlussfolgerung daraus ist einfach:

MAN TRAGE EINEN MUNDSCHUTZ!

Der einzige Unterschied bzgl. Gesundheits-Maßnahmen zwischen Japan und den meisten anderen Gebieten der Welt besteht darin, dass alle Japaner in der Öffentlichkeit Mundschutz tragen. Selbst die linken US-Medien bemerken die Wirksamkeit von Mundschutz – eine Schlagzeile bei CNN lautet „Face masks and coronavirus: Asia may have been right and the rest of the world is coming around“ … Sieht aus, als hätten die US-Spezialisten erneut unrecht.

Ein Mundschutz unterbindet die Übertragung auf zweierlei Weise. Erstens, er verhindert, dass man sich an Mund und Nase fasst. Das schützt einen, bis man seine Hände waschen kann und verhindert die Ansteckung Anderer oder dass sich das Virus auf festen Oberflächen ablagert.

Außerdem wird verhindert, dass Milliarden Virus-Partikel beim Husten oder Niesen in die Luft geblasen werden. Es ist weniger effektiv als das Verhindern des Einatmens derartiger Partikel, obwohl es auch dabei hilft. Und Husten und Niesen ist der Haupt-Übertragungsweg.

Alles in allem – wie Japan vorführt, unterbindet das Tragen eines Mundschutzes die Ansteckung erheblich.

Wir fangen an, auch dahin zu kommen, aber es kann zu lange dauern und zu spät sein. Ich sehe, dass die genialen Medizin-Experten, welche zu dem ineffektiven drastischen Lockdown rieten, jetzt darüber nachdenken, vorschreiben zu lassen, dass die Amerikaner einen Mundschutz tragen sollen. Die Schlagzeile in Politico lautet „Fauci: Mask-wearing recommendation under ‘very serious consideration’“ … unter Erwägung?? Sie haben die amerikanische Wirtschaft zerschlagen ohne zurückzuschauen, aber die einfache Empfehlung, in der Öffentlichkeit einen Mundschutz zu tragen, erfordert „sehr ernsthafte Erwägung“?

Seufz …

Wir können aus all dem ersehen, dass es kaum Vorteile des Lockdowns in Amerika gibt … also schauen wir mal auf die Nachteile. Erstens, der wirtschaftliche Schaden durch die gegenwärtigen geisteskranken Vorschriften – erlassen um der Marginalisierung des Virus‘ willen – ist schon jetzt gewaltig – verloren gegangene Arbeitsplätze, geschlossene Geschäftszweige, ökonomischer Abschwung, Verluste an den Börsen. Darin nicht enthalten sind die persönlichen Nachteile wie etwa zunehmende Selbstmorde oder häusliche Gewalt. Die Menschen, welche diese Entscheidungen getroffen haben, wurden offensichtlich von Ärzten angeleitet. Das war gut, aber dass sie nicht auf Ökonomen oder Sozialwissenschaftler gehört haben, war tödlich.

Um die Bevölkerung für diese ökonomischen Verluste zu entschädigen haben wir soeben zwei BILLIONEN Dollar in die allgemeine Richtung des Problems geschoben. Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie viel eine Billion Dollar sind. Man betrachte es einmal folgendermaßen:

Man stelle sich vor, man wäre ein Unsterblicher, der so viel Geld verdient, dass man für immer und ewig eine Million Dollar pro Tag ausgeben kann. Am ersten Tag kauft man 350 Ventilatoren zum Einzelpreis von 20.000 Dollar und verteilt diese an verschiedene Staaten. Am nächsten Tag kauft man 200.000 Gesichtsmasken für 5 Dollar pro Stück, epidemische Preise. Dann entschließt man sich, ein Jahr heranzuziehen und jeden Tag ein Feldlazarett zu kaufen, 365 davon zum Einzelpreis von einer Million Dollar. Das fühlt sich so gut an, dass man sich entschließt, voll ausgestattete Lazarette zu beschaffen. Das kostet so um die 1,5 Millionen Dollar pro Bett. Also kann man pro Jahr ein 250-Betten-Lazarett kaufen. So fährt man während der folgenden 200 Jahre fort – 200 neue Lazarette, 50.000 neue Betten.

Nun sind das lediglich etwa einhundert Jahre, in denen man eine Million Dollar pro Tag ausgibt. Man nehme weiter an, dass man anfängt, einen Mega-Dollar pro Tag auszugeben, also eine volle Million Dollar an jedem einzelnen Tag einschließlich Wochenende, und zwar bis zurück zum 1. Januar im Jahre 1. Und man stelle sich vor, man hätte seitdem jeden Tag eine Million Dollar pro Tag bis zum heutigen Tag ausgegeben, um medizinische Ausrüstungen zu kaufen, Ärzteschulen zu erweitern, Testausrüstungen zu kaufen – eine Million Dollar pro Tag vom Jahr 1 bis zum Jahr 2020.

Und jetzt raten Sie mal …

…man hätte immer noch weitaus weniger als eine Billion Dollar ausgegeben, nämlich nur etwa drei Viertel davon. Und um zwei Billionen auszugeben, würde sich das auf die Ausgabe von einer Million Dollar pro Tag belaufen – 5500 Jahre lang.

Kann man sich vorstellen, wie unser medizinisches System aussehen würde, falls man dafür 5500 Jahre lang eine Million Dollar pro Tag aufbringen würde?

Stattdessen haben wir diese zwei Billionen einfach hinweg gespült* für die Reparatur der durch den Lockdown angerichteten Schäden in der Wirtschaft, ohne dass die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.

[*Der Autor drückt sich wesentlich drastischer und nicht druckreif aus! Anm. d. Übers.]

Vollendete finanzielle Idiotie, die ausschließlich Politiker als sinnvoll, logisch oder praktisch betrachten können. Mark Twain hatte völlig recht mit seinem Ausspruch: „Nimm einmal an, du wärst ein Mitglied des Kongresses. Und nimm weiter an, du wärst ein Idiot. Aber ich wiederhole mich.“

Also … wie wäre es, wenn wir alle einen Mundschutz aufsetzen, unsere Hände waschen oder besonders unser medizinisches Personal testen sowie anzufangen, nach Antikörpern zu suchen – und diesen idiotischen Lockdown zu beenden? Die pluted bloatocrats* im Kongress träumen schon jetzt von der Beschlussvorlage eines neuen Gesetzes, um eine weitere Billion Dollar zu verschwenden, was wir uns nicht leisten können.

[*Unübersetzbares Wortspiel!]

Und zu guter Letzt: Ich habe gesehen, wie der Berater des italienischen Gesundheits-Ministers gesagt hat, dass nur 12% aller Todesfälle in Italien tatsächlich DURCH das Coronavirus aufgetreten waren. Alle übrigen Todesfälle waren MIT, aber NICHT durch das Virus eingetreten. Vielleicht hellt es sich jetzt auf.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/04/01/do-lockdowns-work/

Übersetzt von Chris Frey EIKE