Mehrheit an der Uni Greifswald spricht sich für Arndt aus

Junge Freiheit

GREIFSWALD. In einer internen Umfrage der Greifswalder Universität hat sich die Hälfte aller Befragten für die Beibehaltung des Namens Ernst-Moritz-Arndt ausgesprochen. Demnach stimmten 49 Prozent der Professoren, Hochschulmitarbeiter und Studenten für die Bezeichnung, teilte die Universität am Montag mit. Gleichzeitig votierten 34 Prozent für die Umbenennung in Universität Greifswald.

15 Prozent der Teilnehmer gaben an, daß beide Namen für sie gleichermaßen akzeptabel seien, zwei Prozent enthielten sich. Im zweiten Teil der Umfrage wurde gefragt, ob eine Kompromißlösung gut für die Hochschule wäre. Dies beantworteten 57 Prozent mit Nein und 30 Prozent mit Ja. Laut der Universität beteiligten sich gut ein Drittel der Stimmberechtigen an der Online-Abstimmung.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow forderte den Senat in der Ostsee-Zeitung auf, sich dem Votum der Uni-Mitglieder anzuschließen. „Das heutige Ergebnis der Umfrage zeigt, daß viele Universitätsangehörige eindeutig hinter dem derzeitigen Namenspatron Ernst Moritz Arndt stehen. Die Universität sollte sich lieber auf die wichtige Herausforderungen in Forschung, Lehre und Einwerben von Drittmitteln konzentrieren, anstatt Scheindebatten zu führen, die der Universität eher Schaden als zu nutzen“, betonte er.

Professoren votierten mehrheitlich für Umbenennung

Die größte Zustimmung für die Amtsbezeichnung Ernst-Moritz-Arndt-Universität gab es unter den Hochschulmitarbeitern. Von ihnen sprachen sich 76 Prozent für den Namen aus. Einzig unter den Professoren gab es eine Mehrheit für die Bezeichnung Universität Greifswald. 48 Prozent stimmten dafür, lediglich 38 Prozent dagegen. Weil die Gruppe der Professoren jedoch mit 257 Personen vergleichsweise klein ist, tritt ihr Votum in der Gesamtauswertung nicht deutlicher zum Vorschein.

Im vergangenen Januar hatte der Senat der Uni die Ablegung des Namens Ernst-Moritz Arndt bereits beschlossen. Die Entscheidung wurde allerdings vom Bildungsministerium wegen formaler Mängel nicht anerkannt. Die Umfrageergebnisse sollen nun als Meinungsbild in die weiteren Diskussionen des Senats mit einfließen, sind aber nicht bindend. Eine endgültige Entscheidung ist für Januar vorgesehen. (ha)

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