Kommentar zu Was die Bundeswehr im Einsatz gegen Corona tun kann von Ralf Poehling

Allein die westdeutsche Bundeswehr hatte zu Zeiten des Kalten Krieges über 500.000 Mann unter Waffen. Mit Potential, diese Anzahl mittels Reservisten kurzfristig mehr als zu verdoppeln.
Zählt man heute die Anzahl an aktiven Bundeswehrsoldaten im wiedervereinten Gesamtdeutschland und die volle Truppenstärke der Polizei dazu, kommt man so gerade eben auf die selbe Zahl. Allerdings ohne Potential zur Verdoppelung, weil da nicht mehr allzu viel an Reserve da ist.
Dass die Bundeswehr keine polizeilichen Aufgaben bewerkstelligen soll, ist verständlich, denn ihre Kernkompetenz liegt in der Kriegsführung und nicht in Streitschlichtung oder Durchsetzung von Recht.

Aber: In Anbetracht der sicherheitspolitischen Entwicklung in Europa, man denke an Charlie Hebdo oder das Massaker im Bataclan, kann man durchaus von einer kriegerischen Bedrohung sprechen. Der Blick auf die derzeitigen Vorgänge an der türkisch-griechischen Grenze bestätigen diesen Eindruck, auch wenn das in manchen Kreisen noch nicht erkannt worden ist oder bewusst ausgeblendet wird.

Die Franzosen gehen den richtigen Weg. Weil sie uns ein paar Jahre in der Entwicklung voraus sind und die Notwendigkeit eines wehrhaften Apparates erkannt haben. In Deutschland ist dies noch nicht der Fall.
Was einerseits daran liegt, dass wir eben in der Entwicklung etwas hinterherhinken, uns zudem immer noch für unantastbar und absolut krisenfest halten (ein Trugschluss, der darauf basiert, dass wir zu lange unter US Protektorat waren) und andererseits immer noch der Meinung sind, dass Deutschland + militärische Stärke automatisch im Vierten Reich enden muss.
Was uns von den Kulturmarxisten eingeredet wird, damit sie hier ungestört den Kommunismus einführen können.

Der Verteidigungsapparat muss dringend aufgestockt werden.
Eine Nationalgarde, sofern denn geringere Zugangsbeschränkungen als zu Militär und Polizei vorhanden wären, wäre sicherlich eine Idee, die man erörtern sollte. Der private Sicherheitsbereich kann diese Aufgabe langfristig nur unvollständig abdecken, da ihm die hoheitlichen Rechte fehlen und die Anforderungen ans Personal derzeit zu niedrig gehalten sind.

Ich kann mich nur wiederholen: Wir haben genug Potential in der Bevölkerung, dieses Land abzusichern. Allerdings hat dieses Potential nicht in vollem Umfang die Befähigung zum aktiven Dienst in Bundeswehr oder Polizei.
Ausbildung kostet Zeit und Geld. Ab einem gewissen Alter fällt man zudem als potentieller Bewerber raus. Dennoch könnten Etliche im Krisenfall, aufgrund von beruflicher Vorerfahrung oder vergleichbarer Qualifikation, schnell angelernt und eingebunden werden.
Dies wurde zudem einen erheblichen Teil der zivilen Bevölkerung in das nationale Sicherheitskonzept mit einbinden und einem drohenden Staatstotalitarismus entgegenwirken.