Erdogan-Soldaten machen in Syrien gemeinsame Sache mit Terroristen

Seit dem völkerrechtswidrigen Einmarschs türkischer Truppen in das Nachbarland Syrien ist es wiederholt zu Kampfhandlungen zwischen den eingedrungenen Erdogan-Soldaten und der syrischen Armee gekommen. Der türkische Alleinherrscher versucht zwar immer wieder, diese Kämpfe propagandistisch für seine Zwecke auszunutzen, allerdings werden seine Ausführungen in der Regel angezweifelt oder mit einem Kopfschütteln quittiert.
Klar ist: Erdogan hat seine Soldaten über die Grenze nach Syrien geschickt, um die dort lebenden Kurden und Christen zu vertreiben. Er schreckt nicht einmal davor zurück, mit den vor Ort befindlichen bewaffneten Islamisten zu paktieren, um seine Ziele durchzusetzen. Offiziell umgeht Erdogan Stellungnahmen dazu, weicht entsprechenden Fragen aus oder droht den Fragenden mit Gefängnis. Die Tatsachen sprechen jedoch eine beredte Sprache.
Bei einem Luftangriff der syrischen Regierungsarmee im Raum Idlib auf Stellungen der islamistischen Truppen als Antwort auf Raketenbeschuss aus diesen Stellungen sind mehrere türkische Soldaten getötet wurden. Sie befanden sich laut Nachrichtenagenturen »unter den Kampfeinheiten der terroristischen Gruppen«, als der Angriff durchgeführt wurde. Ziel waren die Stellungen der Al-Kaida nahen islamistischen Miliz Haiat Tahrir al-Scham.
Erdogan zetert, macht Assad und Putin für den Tod seiner Invasionssoldaten verantwortlich und fordert lautstark Beistand der Nato. Diese Beistandspflicht gilt aber nur, wenn ein Nato-Partnerland angegriffen wird; sie gilt nach den Regularien nicht, wenn der Nato-Partner selbst der Aggressor ist.