Fußnoten zum Samstag

Heute ist der 29. Februar.
Ist zwar nicht wirklich von Bedeutung, ich wollte es aber mal aufschreiben.
Kann man nämlich nur alle vier Jahre.
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Eine Schülergruppe ohne Pässe pendelt über die Grenze, um auf der tschechischen Seite eine Pizza zu essen. Alle werden bei der Rückkehr mit Geldstrafenbelegt.
Strömt jedoch eine „Geflüchteten“-Gruppe ohne Pässe über die Grenze nach Österreich, bekommen alle für den Rest des Lebens Kost und Logis sowie Urlaubsflüge in die Heimat.
Der nächste Große Treck aus der Türkei Richtung EU formiert sich ja schon. Na ein Glück, dass man Kickl schnell abgesägt hat, als der mit dem Projekt einer schnell schließbaren Grenze anfing.
Ach ja, Apropos schnell schließbare Grenze: Das BKA hat ja gerade groß getrötet, man könne innerhalb einer Stunde das komplette Grenzmanagement gegen widerrechtlich einreisende SARS-Viren hochfahren. Wenn man es gegen Massen widerrechtlich einströmender Migranten nicht hochfährt, dann wissen wir, dass es nicht am Können liegt, sondern am Wollen.
Ach ja, man könnte ja mal eine Informationskampagne starten, damit die armen Einströmenden wissen, auf was sie sich so demonstrativ freuen: permanente entmenschlichende Diskriminierung, schweren Alltagsrassismus, um sich greifende Islamophobie und Ablehnung der modischen Selbstbestimmung vollverschleierter Muslimas, denen auch an jeder Haltestelle von keifenden Rassisten ständig das Kopftuch heruntergerissen wird, durch die Straßen marodierende und menschenjagende Nazihorden, täglich brennende Ausländerunterkünfte und jetzt auch noch eine pestartig alles Menschliche, vor Allem das Denken, dahinraffende Virus-Pandemie.
Überlegt euch, ob ihr wirklich hier her wollt!
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In Wien wird eine Sechzehnjährige von einem gleichaltrigen „österreichischen Staatsbürger“ niedergestochen, von dem sie sich zu trennen wagte, weil er sie auch gerne mal vermöbelte.
Dass es sich bei dem jungen Mann um einen friedensreligiös Geprägten aus türkischem Hause handelt, erfährt man eher über für die Standard-Klientel böse rechte Hetzseiten wie die „Krone“ oder „Kleine Zeitung“; im linksextremen Qualitätsblatt „Standard“ wird jeder Hinweis vermieden und durch das Forum rast der Löschzug, wenn auch nur leise darauf hingewiesen wird.
Man will ja junge Mädchen nicht verunsichern. Denn wie soll eine Vierzehn- oder Fünfzehnjährige den Konflikt auflösen, sich entweder mit einem Jungen einzulassen, der unter dem Begriff „türkischer Stecher“ etwas anderes versteht als sie, oder als islamophob-rassistische Nazischlampe dazustehen, wenn sie ihn wegen seiner Herkunft ablehnt?
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Die Nato verurteilt, dass sich ein völkerrechtswidrig angegriffenes Land auf seinem eigenen Territorium gegen die Invasionsarmee zur Wehr setzt. Damit hat die Nato bewiesen, dass sie ihr eigenes Statut nicht einmal mehr zum Hintern abwischen verwenden können. Denn würden sie es lesen und den Inhalt auch nur halbwegs ernst nehmen, müssten sie die Türkei verurteilen und hochkant rausschmeißen.
Aber Appeasement mit schnauzbärtigen Faschisten liegt den „Westmächten“ ja im Blut.
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Die Schlagzeile des gestrigen Tages lieferte die „Krone“, als sie Anschober zitierte: „Müssen lernen, schneller zu denken als das Virus“. Nun, die meisten von uns dürften es durchaus schaffen, schneller zu denken als ein hirnloser DNA-Strang. Aber bei Anschober bin ich mir da nicht so sicher, für den dürfte das eine ganz schöne Herausforderung sein. Vielleicht sollte er klein anfangen und mal üben, schneller zu denken als sein Brillengestell. Ich wünsche ihm viel Erfolg!