Wegen Coronavirus: China lässt Banknoten desinfizieren

Wie »n-tv« berichtete, sollen in China sollen jetzt Banknoten desinfiziert werden. Damit will man weitere Neuansteckungen über Geldscheine unterbinden. Das Coronavirus kann mehrere Tage an Gegenständen haften bleiben. Nach Berichten des »China Securities Journal« sind entsprechende Vorgaben von der Finanzaufsicht CBIRC verbreitet worden. Banken sollen zudem ihre Schalter und Geldautomaten häufiger desinfizieren.
Bereits vor einigen Tagen teilte der Vize-Chef der chinesischen Zentralbank, Fan Yifei, mit, dass man derzeit alle gebrauchten Banknoten desinfiziert, versiegelt und sie dann für sieben bis 14 Tage einlagert, um sie erst dann wieder in den Umlauf zu bringen [siehe Bericht »n-tv«]. 
Klar ist: Wenn Geld von Hand zu Hand wandert, können Viren und Bakterien übertragen werden. Deshalb sollte man sich die Hände waschen, wenn man Bargeld in der Hand hatte. Doch das ist seit Jahren bekannt.
Befürworter der Bargeldabschaffung haben neben der Kriminalitätsbekämpfung auch immer wieder Hygiene-Argumente ins Feld geführt. Hier sind jetzt Tor und Tür geöffnet, dass das Beispiel Chinas als neues Argument herangezogen wird, um eine mögliche Abschaffung des Bargeldes bei uns zu rechtfertigen.
Doch infizieren kann man sich an allen Gegenständen im öffentlichen Raum. Daher sollten sich Gegner der Bargeld-Abschaffung nicht von solchen Argumenten beeindrucken lassen. Die Wirtschaft lebt vom Warenaustausch. Und das bedeutet, dass alle möglichen Gegenstände von Hand zu Hand wandern.