Kickl würde IS-Rückkehrer „internieren“

Durch die Internierung würde man die Bevölkerung vor „tickenden Zeitbomben“ schützen, meinte Kickl erst kürzlich in Interview.

Wien. – Erst vor Kurzem berichteten
mehrere österreichische Medien darüber, dass den Sicherheitsbehörden derzeit 72
Jihad-Rückkehrer, die sich in Österreich befinden, bekannt wären. Das ging aus
einer Anfragebeantwortung durch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) an die FPÖ
hervor. In einem Interview mit der Kleinen
Zeitung
äußerte sich nun auch Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) zu den
Zahlen. Er würde die Rückkehrer „internieren“, wie er sagte.

Amesbauer sieht „massives Sicherheitsrisiko für Österreich“

Kickl ist der Ansicht, dass die
Regierung hier viel zu „defensiv“ sei. Man müsse Jihadisten „ja nicht freudig
empfangen“, wenn diese aus dem Flieger steigen. „Ich würde mir überlegen,
IS-Rückkehrer zu internieren“, so Kickl. Man solle, meint der Ex-Innenminister
konkreter, IS-Rückkehrer bei ihrer Ankunft „für eine gewisse Zeit“ festsetzen
und sich ihr „Gefahrenpotenzial“ ansehen. „Damit würde man die Bevölkerung vor
tickenden Zeitbomben schützen. Ich würde an Nehammers Stelle über diese
Variante nachdenken.“

Aus der Anfrage, die
FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer gestellt hatte, ging hervor, dass sich
unter den 72 Rückkehrern, die bei der Staatsanwaltschaft wegen Verdachts einer
terroristischen Vereinigung angezeigt werden, 26 Personen mit österreichischer
Staatsbürgerschaft befinden. „Diese Personen stellen ein massives
Sicherheitsrisiko für Österreich dar“, so Amesbauer. Besonders bedenklich sei,
dass sich fast zwei Drittel der sogenannten Jihad-Rückkehrer trotz nicht
vorhandener österreichischer Staatsbürgerschaft hier aufhalten. „Aus unserer
Sicht muss bei diesen Personen rigoros die Ausweisung angestrebt werden.“

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