Widerstand in Schweden gegen EU steigt rasant

So richtig begeistert waren die Schweden von der EU nie. Ja, es war schön für sie, nicht mehr ganz so abseits zu liegen wie zuvor, doch den versprochenen ganz großen wirtschaftlichen Aufschwung gab es nicht. Stattdessen wollte Brüssel die Schweden zwingen, ihre Landeswährung Krone gegen den Euro einzutauschen (was die Schweden massiv abschlägig beschieden) und wollte zudem auch noch die schwedischen Finanzbehörden dazu drängen, den »Snus« (Kautabak) wie Zigaretten besteuern lassen. Auch hier stellten sich die Schweden quer, Snus blieb zunächst weiterhin ein Lebensmittel.
Vom wirtschaftlichen Aufschwung kam so gut wie nichts in Schweden an. Die Waren, Produkte und Dienstleistungen, die entscheidend für die Wirtschaft des Landes waren, blieben unverändert. Lediglich der Tourismus nahm zu, immer mehr Menschen entdeckten das Land der Elche für sich. Aus Sicht der Schweden aber fanden auch sehr viele ausländische Nicht-Touristen den Weg in den hohen Norden und sorgten für bis dato unbekannte Probleme.
Weil Brüssel immer wieder Land und Leute mit neuen Regeln überzog, konnte sich eine Begeisterung für die EU nicht einstellen. Die vom schwedischen Haushalt an die EU abzuführenden hohen Beiträge waren zudem ein Manko, das schon recht früh den Ruf nach einem »Swexit« laut werden ließ. Ein Ruf, der aktuell noch lauter und deutlicher erschallt. Grund dafür ist der Ausstieg Großbritanniens aus der EU und die damit verbundene Umverteilung des bisherigen britischen Beitrags zum EU-Haushalt auf die verbliebenen Mitgliedsländer. Für Schweden bedeutet das, dass seine Last um 37(!) Prozent steigen wird, wieSverigeradio meldet.