Hilfe! Chebli nun auch noch Fußball-Expertin

#Marega von @FCPorto wird rassistisch angegangen, muss Affenlaute hören, geht von Platz. Anstatt geschlossen mit ihm den Platz zu verlassen, versuchen seine Mitspieler ihn dazu zu bringen, weiterzuspielen. Solidarität geht anders.

Sawsan Chebli | Twitter | 17. Februar 2020

Wie meist, wie eigentlich immer, irrt Sawsan Chebli (SPD). Solidarität im Fußball bedeutet eben n i c h t seine Mannschaftskameraden hängen zu lassen, indem man das Spielfeld verlässt. Diese Schmähungen, die kommen ja von den gegnerischen Fans und die beste Antwort, die ein Spieler darauf geben kann ist, ein gutes Spiel abzuliefern. Das tat Moussa Marega, er schoss sogar ein Tor.
Damit stopfte der Porto-Spieler den paar „Uh, uh, uh!“-Schreiern das Maul. Und dabei hätte er es belassen sollen. Über seinen Abgang dagegen haben sich die Rassisten köstlich amüsiert.
Sie sind weich geworden, diese Fußballspieler. Wie wir auch in der Bundesliga beobachten können …

Olli Kahn, der weiße Gorilla

„Uh, uh, uh!“ Sobald der Spieler aus den Katakomben aufs Spielfeld trat, brüllten gegnerische Fans diese Affenlaute. Den Spieler störte das nicht. Im Gegenteil: Hass motivierte ihn. Der Spieler hieß Oliver Kahn. Er war so weiß, wie man weißer kaum sein kann. Doch nicht ein jeder hat so ein dickes Fell wie Olli Kahn.
Dem schwarzen Hertha BSC-Profi Jordan Torunarigha (22) berührten die Schmähungen beim Pokalspiel auf Schalke letzte Woche so sehr, dass er weinen musste.

Die Zeiten haben sich geändert

Als ich in den achtziger und neunziger Jahren regelmäßig ins Hamburger Volksparkstadion ging, war es völlig normal, dass Zuschauer Affenlaute skandierten. Mir war das zu blöd, aber gedacht habe ich mir nichts dabei. Wie auch immer: Die Zeiten haben sich geändert. Heute kicken in fast jedem Verein mehrere Schwarze. Einen gegnerischen Spieler zu schmähen bedeutet also auch immer, eigene Spieler anzupissen. Ist dumm. Würd ich lassen.