Kommentar zu Weidel führt Südwest-AfD von Chris Kuhn aus Schland

Und analog sieht’s dann auch in vielen Kreisverbänden aus. Deren AfD-Mitglieder sind mehrheitlich Rentner, im öffentlichen Dienst tätig, oder stammen sonst irgendwie aus dem Besitzbürgertum, insofern durchaus anschlußfähig an eine entsprechende grüne Wählerklientel und bereit, sich beim geringsten Gegenwind zu ducken. Was fehlt, ist eine über Angelesenes hinausgehende patriotische Bildung und Resilienz.

Von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer, also Industriearbeiter und -angestellte in der AfD hört man fast nichts mehr, und die wenigen „rechten“ Betriebsräte werden argumentativ und juristisch von der AfD im Stich gelassen. Auch über Stammtische zum Schimpfen oder monologisierende „Informationsveranstaltungen“ der Mandatsträger hinausgehendes im vorpolitischen Raum findet nicht statt, etwa Jugend- und Lektürearbeit oder argumentative Schulung.

Auf diese Weise wird sich die AfD jedenfalls keine neuen Wählerpotentiale erschließen. Die angeblichen 17% künftiger AfD-Wähler in BaWü sind m.E. reines Wunschdenken, aufgrund der geschilderten Querelen und Defizite wird man 2021 froh sein müssen, über 10% zu kommen.