Deutschland: 31 Afghanen nach Kabul abgeschoben

Am frühen Donnerstagmorgen traf ein weiterer deutscher Abschiebeflug in der afghanischen Hauptstadt ein. 

Kabul. – An Bord des Flugzeuges befanden sich diesmal laut „n‑tv“-Bericht 31 ausreisepflichtige Migranten. Seit der ersten Abschiebung im Dezember 2016 wurden insgesamt 837 abgelehnte Asylbewerber zurück nach Afghanistan ausgeflogen. Insgesamt gab es seitdem bislang 32 Sammelabschiebungen.

Abschiebungsgegner kritisieren die Rückführungen aufgrund der vermeintlich schlechten Sicherheitslage. Die Behörden fordern hingegen zumindest teilweise effektivere Regelungen. Im Jahr 2019 scheiterten beispielsweise über die Hälfte der geplanten Abschiebungen. 

Präsident der Bundespolizei kritisierte Zustände

Wie die Tagesstimme unlängst berichtete, kritisierte der Bundespolizeipräsident Dieter Romann die mangelhafte Effektivität der Abschiebungen. Als mögliche Lösungsansätze schlug er beispielsweise eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Polizisten vor, damit sich diese weiterhin freiwillig als Begleiter für die Flüge melden. Zusätzlich soll künftig durch verschiedene Maßnahmen sichergestellt werden, dass die ausreisepflichtigen Migranten keine Möglichkeit haben, vor dem jeweiligen Termin des Fluges abzutauchen. 

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