Drei »deutsche« Tatverdächtige: Khaled, Motasem und Sed

Am 11. Mai 2016 haben, so der Tatvorwurf, drei junge Männer in einer Pension am Muldestausee im Sächsischen Seenland ein damals 15-jähriges Mädchen so lange mit Alkohol abgefüllt, bis ihr Opfer willenlos war. Danach haben sich alle drei über das verteidigungsunfähige Mädchen hergemacht und es vergewaltigt. Die drei haben ihre Taten mit ihren Smartphones gefilmt und sich gegenseitig angefeuert. Die Ermittlungsarbeiten schienen schon fast im Sande verlaufen zu sein, als Kommissar Zufall hilfreich zur Seite stand. Dass man bei den Ermittlungen nicht so recht voran kam, mag auch an den drei Männern liegen, es handelt es sich schließlich um »deutsche« Tatverdächtige: Khaled E. (24), Motasem Abu Z. (26) und Sed A. (25), geboren in Berlin, deutsche Pässe.
Aufgeflogen ist das Trio, weil Sed im Vorjahr zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten wegen Betrugs in mehreren Fällen verurteilt wurde. Bei der im Zuge der damaligen Ermittlungen vorgenommenen Durchsicht seiner zahlreichen Mobiltelefone stießen die Ermittler auf die Bilder der Vergewaltigung, eins kam zum anderen und nun stehen er und seine beiden Komplizen vor Gericht.
Dort aber sind sie, anders als in den Videos, sehr schweigsam und verweigern bisher jede Aussage. Sed wird zu den Verhandlungen aus dem Gefängnis vorgeführt, die beiden anderen Tatverdächtigen dürfen von zuhause aus anreisen. Es wurde keine Untersuchungshaft beantragt.

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