Mordfall Anna-Lena: Verdächtiger ist wegen Gewalttaten vorbestraft

Junge Freiheit

HANNOVER. Der Tatverdächtige im Mordfall der 16jährige Anna-Lena aus Barsinghausen hat bereits wegen einer Gewalttat im Gefängnis gesessen. Der 24 Jahre alte Deutsch-Dominikaner sei erst vor wenigen Monaten entlassen worden, teilten die Ermittler mit.

„Er ist im Januar aus der Haft entlassen worden“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, dem NDR. Die Strafe habe er wegen eines Gewaltdeliktes verbüßt. Es sei nicht das erste Mal gewesen, daß der Mann gewalttätig geworden war. „Es gab mehrere Male Auffälligkeiten wegen Gewaltdelikten“, ergänzte Klinge weiter.

Zeugen lieferten Hinweise auf Verdächtigen

Zeugen hatten ausgesagt, der Verdächtige und das Mordopfer hätten sich in der Nacht zu Sonntag kennengelernt. Es handele sich demnach um eine Zufallsbekanntschaft.

Durch Hinweise aus der Bevölkerung seien die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen gekommen. Der Mann, der die deutsche und dominikanische Staatsbürgerschaft besitze, habe in einer Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose gewohnt.

Der dringend Tatverdächtige wurde am Montag verhaftet. Am Sonntag war die Leiche der 16jährigen Anna-Lena im niedersächsischen Barsinghausen gefunden worden. Die Polizei prüft derzeit, ob der 24jährige auch für einen weiteren Mord in dem Ort verantwortlich ist. Der Mann schweigt bislang zu den Vorwürfen. (ag)

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