Angela Merkel – gigantomanisch, widersinnig und potentiell totalitär

Der Gegensatz konnte kaum größer sein: Dort der pragmatische US-Präsident, hier die prinzipielle deutsche Kanzlerin; dort der erfolgreiche Macher Donald Trump, hier die erfolglose Planerin Angela Merkel. Die regimetreuen Medien Deutschlands waren sich einig: Der große Polterer aus Amerikaner war ein Desaster. Dafür sprach das mütterliche Mädchen aus Pommern vielen Deutschen wohl aus der Seele.
Doch was sie sagte, hat das Zeug in einigen Jahren, wenn sich unsere Nachkommen fragen werden, wie konnte es nur soweit kommen, zur typischen Rede dieser Jahre zu avancieren. Denn Angela Merkel fasste alle Momente ihrer Herrschaft zusammen: Gigantisch, widersinnig und potentiell totalitär.
Alle drei Momente gehören zusammen. Und sie erscheinen in unguter Regelhaftigkeit wieder von neuem. Schon der Sommer 2015 hat diese Neigung zum Größenwahn deutlich bewiesen, als Merkel ernsthaft glaubte, mit weniger als einem Federstrich alle Flüchtlingsprobleme lösen zu können. Doch mit dem menschengemachten Klimawahn erreicht diese Gigantomanie ein bedrohliches Ausmaß. Denn Merkel scheut sich nicht einmal, von »Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß« zu sprechen – ein Wort, das wohl kein deutscher Nachkriegskanzler in dieser Form hervorgebracht hätte, das aber in der berüchtigtenSportpalastrede von Joseph Goebbels gleich viermal erscheint.
Und wie schon im Sommer 2015 findet auch der Widersinn seinen Platz in Merkels Rede. Denn nach Monaten, ja Jahren der Propaganda, wie schlecht es den Menschen in Afrika geht und dass Europa schon deshalb verpflichtet sei, jeden Schwarzen und Araber mitsamt seiner Familie rundum zu versorgen, preist Angela Merkel plötzlich den »failed continent« als nützlich für uns. Warum ? – Weil Afrika jung sei. »Die Europäer können nur gewinnen, wenn sie sich mehr mit Afrika befassen, der Kreativität dort und der Freude am Leben.« Bei einer solchen zynischen Verblendung über die Realitäten in Ländern wie Mali und Niger wundert eigentlich nichts mehr.
Doch Angela Merkel wäre nicht Kanzlerin, wenn sie sich nicht bei allem Widersinn zugleich als machtbewusst zeigte. Denn für all jene, die ihre »Transformation von gigantischem Ausmaß« nicht mitmachen wollen, eine Transformation, die »die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren« verlässt, für jene Unwilligen hält Merkel die Machtmittel des modernen, totalitären Staates bereit, wenn sie sagt: Wer sich verweigert, »sollte gesellschaftlich sanktioniert werden«. Eine Aussage, wie sie konkreter kaum ausgedrückt werden könnte. Nicht die Polizei, nein, heute sanktioniert die Gesellschaft. Wer damit gemeint ist ? – Nun, all die zivilgesellschaftlich formierten Gruppen und Vereine, die sich staatlicher Unterstützung erfreuen. Sie werden Sanktionen aussprechen und zugleich ausgeschickt, um zu strafen. Was kümmert angesichts des Klimanotstands noch die Verfassung.
Bemerkenswert ist, wie leicht sie es hat selbst bei Leuten, die von Hause aus ihre Worte erwägen: Die Vertreter der Wirtschaft. Der Deutschland-Chef von McKinsey kommentiert Merkels Worte: »Das war ein klasse Vortrag der Kanzlerin.« Und der Chef einer Investmentfirma formuliert zitatverdächtig prägnant: »Man fühlt sich ethisch zu Hause.«
Das ist es, was ansteht: Die gigantische Transformation der Welt in ein Heim, an dessen Herd sich alle ethisch zu Haus fühlen können zusammen mit Menschen, die klimaneutral kontrolliert werden sollen. Sage keiner, Maos und Stalins Träume gehörten der Vergangenheit an. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sie erst gestern zu politischen Zielen erklärt.