Italien bleibt hart: Flüchtlingsboot mit 600 Flüchtlingen weggeschickt

Italien könnte beim Stop des Flüchtlingszuzugs nun eine ähnlich zentrale Rolle wie Ungarn spielen. Wenn die Regierung ihr Wort hält, könnte Zuzug über die Mittelmeerroute auf ein Minimum reduziert werden.

Das Flüchtlingsboot „Aquarius“, das mit 629 Insassen in den italienischen Hafen einlaufen wollte, wurde nach Malta abgewiesen. Auch Malta verwehrte allerdings das Einlaufen, da sie „nichts mit der Rettungsaktion zu tun hätten“. Diese neue Härte kommt beim italienischen Volk gut an und zeigt deutlich, dass eine harte Linie die einzige Lösung sein kann. Der neue italienische Innenminister Matteo Salvini, der auch der Regierungspartei Lega vorsteht, hatte im Wahlkampf versprochen, den Flüchtlingsstrom nach Italien zu stoppen. „Malta lässt niemanden hinein, Frankreich weist Menschen an der Grenze zurück, Spanien verteidigt seine Grenzen mit Waffen“, schrieb Salvini am Sonntag via Facebook. „Von heute an wird auch Italien ‚Nein‘ sagen zu Menschenhandel und zum Geschäft der illegalen Einwanderung.“

Bei dem Schiff handelt es sich um eines der Organisation SOS Méditerranée, einer NGO, die im Verdacht der Schlepperei steht.

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