Kardinal Sarah nach Treffen mit Benedikt XVI.: Kein »Missverständnis« zwischen uns

In einer Reihe von Tweets offenbarte Kardinal Robert Sarah Details seiner Begegnung mit Papst em. Benedikt XVI. und legt damit die Diskussion, was bezüglich seines Buches vorgefallen sei, ad acta.

Georg Gänswein machte Aussagen, die implizierten, Kardinal Sarah stünde unter Verdacht, sich die Co-Autorenschaft von Benedikt für sein neues Buch »Aus der Tiefe des Herzens« erschlichen zu haben. Gänswein behauptete, Benedikt habe das Buch in seiner fertigen Aufmachung nicht gesehen, und dass ein »Missverständnis« vorgefallen sei, in welcher Form Benedikts Beitrag hätte veröffentlicht werden sollen [Freie Weltberichtete].

»Mit Papst Emeritus Benedikt XVI. konnten wir versichern/feststellen, dass es kein Missverständnis zwischen uns gab. Ich konnte sehr erfreut, voll Frieden und Ermutigung, diese herzliche Begegnung verlassen.«

Kardinal Sarah fügte für seine Leser hinzu: »Genießt die Lektüre!«

»Ich legen Ihnen allen Nahe ‚Aus der Tiefe des Herzens‘ zu lesen. Ich danke meinem Herausgeber, Nicolas Diat, sowie meinem Verlagshaus Fayard für die Ersthaftigkeit und Sorgfalt, ihre Integrität und Ernsthaftigkeit und die Professionalität, die sie an den Tag legten.«

Damit ist die Sache aufgeklärt: Es gab kein Missverständnis zwischen Benedikt und Sarah bezüglich der Co-Autorenschaft und der Veröffentlichung des Buches. Dass diese Geschichte von den (liberalen) Kirchenmedien aufgegriffen und forciert wurde lässt vermuten, dass Antonio Soccis Version Glauben zu schenken wäre [Freie Weltberichtete] und Franziskus aus Wut Gänswein dazu angeleiert habe, Benedikts Co-Autorenschaft zurückziehen zu lassen.

Welche genaue Rolle Gänswein bei der Geschichte spielt bleibt unklar; dieser dementierte jedenfalls den Einfluss des Papstes auf ihn und Benedikt in einem Statement aufkatholisch.de, der Nachrichtenseite der Deutschen Bischofskonferenz.

Damit bleiben Kardinal Sarahs Tweets maßgeblich für die Beurteilung der Sachlage.

(jb)