Katholische Laien protestieren gegen Kardinal Marx und den »synodalen Weg«

Ein internationaler Zusammenschluss von Katholiken hat am Freitag in München im Schweigen und im Gebet gegen die Pläne der Deutschen Bischofskonferenz demonstriert, einen »synodalen Weg« einzuschlagen, um eine »neue Kirche« zu formen, die in Sachen Priesterzölibat, künstliche Empfängnisverhütung, Segnung von homosexuellen Paaren und außerehelichen Sex ihren eigenen Weg zu gehen sucht, wie LifeSiteNews berichtet.

Hohe Prominenz war anwesend: Gabriele Kuby, Bestsellerautorin und Genderkritikerin, Alexander Tschugguel, der »Pachamana-Werfer«, John-Henry Westen von LifeSiteNews, und der renommierte italienische Historiker Roberto de Mattei waren unter den friedlichen Demonstranten. Sogar Erzbischof Carlo Maria Viganò nahm an der Demonstration teil, und zeigte sich zum ersten Mal nach seinem Untertauchen in der Öffentlichkeit, um ein klares Zeichen zu setzen.

Die Botschaft war klar: »Wir lassen uns nicht von einer überinstitutionalisierten Kirche vom Glauben abbringen.«

»Kardinal Reinhard Marx, sie haben sich als einer der Wölfe herausgestellt, die kommen, um die Schafe zu zerreißen, verdrehte Lehren zu verkünden und Nachfolger Christi vom Weg abzubringen, wie uns der heilige Paulus warnte. In seinem Brief an die Korinther nannte der hl. Paulus Hirten wie sie falsche Apostel, hinterlistige Arbeiter, die sich als Apostel Christi ausgeben,«kommentierte John-Henry Westen von LifeSiteNews.

»Ihre falschen Lehren über Abtreibung, Ehebruch und homosexuelle Handlungen haben eine ganze Generation katholischer Jugendlicher pervertiert. Viele von ihnen üben nun abscheuliche Handlungen aus, die nach Rache schreien und ihre Seele gefährden und sie auch in ihrem Körper leiden lassen, alles nur, weil Sie die Wahrheit Christi zu Ihrem eigenen Vorteil verdrehen wollen,« so Westen.

Die Demonstranten versammelten sich im Zentrum Münchens vor der Theatinerkirche, in der Diözese von Kardinal Marx und unweit von seiner Residenz.

Die deutschen Bischöfe hätten die Amazonassynode ideologisch und finanziell gefördert und bildeten heute die revolutionstreibenste Kraft in der Kirche, erklärten die Initiatoren der »Acies ordinata« in einemPressekommuniqué. Der Synodale Weg, der am 30. Januar in Deutschland beginnen soll, wird die Agenda der Amazonas-Synode umsetzen.

»Wir bitten Papst Franziskus um Klarheit. Er kennt die Position der deutschen Bischöfe und ihre Absichten wenn es um die ‚bindenden‘ Entscheidungen ihrer ‚permanenten Synode‘ für die Weltkirche geht.«

»Der ‚Synodale Weg‘ der deutschen Bischöfe scheint mit der Absicht gebildet worden zu sein, eine Kirche nach dem Abbild der deutschen Bischöfe zu formen. Diese glauben scheinbar, dass sie Lehren definieren und ihre eigene Nationalkirche bauen können – aus einer Art elitärem Nationalismus heraus, der gegen die Weltkirche steht, mit ihrem einen Glauben, sakramentalen System und Disziplin für die ganze Welt,« so Michael Matt, Chefredakteur von The Remnant, während der Pressekonferenz der Demonstration.

Die katholischen Laien verharrten in der winterlichen Kälte im Gebet und im Gesang. Sie riefen Kardinal Marx dazu auf, alle Häresien zu verwerfen und zu bereuen.

Der Name acies ordinata ist dem Hohelied des Alten Testaments entnommen. In Vers 6, 3 wird die Braut als »schrecklich wie eine Heerschar« (acies ordinata) bezeichnet. Traditionell wir die Braut mit Maria identifiziert.

(jb)