Libyen-Gipfel im Kanzleramt mit folgenloser Einigung

Der von Bundeskanzlerin Merkel initiierte Berliner „Libyen-Gipfel einigt sich auf Waffenembargo“, keine äußere Unterstützung der Kampfparteien mehr und die Einhaltung einer schon vorher vereinbarten Waffenruhe. Es trafen sich hoch- und höchstrangige Vertreter von zwölf Nationen und vier internationalen Organisationen. Insbesondere die Beteiligung von dem türkischen Präsidenten Erdogan und Russlands Präsident Putin war wichtig, da sie den libyschen Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch bzw. dessen Gegner General Chalifa Haftar militärisch unterstützen, die beide ebenfalls nach Berlin kamen, aber nicht miteinander sprachen. Dass ihre Unterstützer einfach mit dem Unterstützen aufhören, kann niemand ernsthaft erwarten. Entsprechend wurde die Waffenruhe auch gleich wieder gebrochen (siehe „Haftar forces violate Libya cease-fire with mortar“). Die Bundesregierung kann also noch medienwirksame Gipfeltreffen organisieren, aber ernsthaften Einfluss hat sie nicht. Das ist wohl auch besser so, weil er nur durch ein eigenes massives militärisches Eingreifen erreichbar wäre.