UNHCR: Österreich zahlt fast nix

ZAHLEN ZUM TAG. Republik hielt betreffend „Hilfe vor Ort“ auch 2019 Kurs und spendierte nur vier Millionen US-Dollar.

Österreich redet traditionell viel von „Hilfe vor Ort“ wenn es um Flüchtlinge geht, trägt aber ebenso wenig dazu bei. So sind die Beiträge zum Budget des UN-Hochkommissariats UNHCR auch 2019 extrem bescheiden geblieben. Mit knapp vier Millionen Euro fielen sie nur geringfügig höher aus als jene von Ungarn.

Insgesamt erhielt UNHCR im vergangenen Jahr 3,7 Milliarden US-Dollar. Fast die Hälfte davon kam von den USA (1,7 Milliarden US-Dollar). Mit Abstand folgte die EU mit 473,9 Millionen. Natürlich: Österreich ist Teil der Union und damit auch daran beteiligt. Andererseits: Viele andere EU-Mitglieder hielt das nicht davon ab, zusätzlich zu zahlen: Das zehn Mal größere Deutschland überwies zum Beispiel ziemlich genau 100 Mal mehr als Österreich.

Oder Staaten mit vergleichbarer Größe zu Österreich: Schweden spendete 142,5 Millionen US-Dollar, Norwegen 94,3, Dänemark 91,6 und die Niederlande 72,5 Millionen US-Dollar. Österreich folgt mit knapp vier Millionen weit dahinter, aber immerhin noch unmittelbar vor Ungarn von Viktor Orban (3,2 Millionen Euro).

Ob sich die Verhältnisse mit der türkis-grünen Regierung ändern werden, ist nicht zu sagen. Das Regierungsprogramm bleibt im sonntagsrednerischen Sinne vage: „Unterstützung des UNHCR und anderer Hilfsorganisationen in Krisenregionen zur Bewältigung von Flüchtlingskrisen vor Ort“, heißt es da bloß.

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