Franziskus ernennt seinen möglichen Nachfolger in hohes Kirchenamt

Franziskus bereitet mit der Ernennung des philippinischen Kardinals seinen Nachfolger vor, wie viele Vatikanistenkommentieren. Kardinal Tagle mit seinem Stil und seiner Ansicht in pastoralen und lehramtlichen Angelegenheiten hat den Spitznamen »asiatischer Franziskus« erhalten, wie LifeSiteNewsberichtet und gilt als liberaler Spitzenkandidat für die Nachfolge Franziskus.

Er wird von vielen als der Schootingstar in Franziskus Pontifikatangesehen. Dafür gibt es einige Gründe:

Zunächst wegen seinen theologischen Ansichten, die ähnlich links sind, wie jene von Papst Franziskus. Er ist tief in der »Bologna Schule« verwurzelt, die das Zweite Vatikanische Konzil als positiven Bruch mit der kirchlichen Tradition auslegen.

Edward Pentinkommentiert, dass Tagles enge Beziehung zur Volkrepublik China ein weiterer Anhaltspunkt für seine Beförderung sein könnte. Sein Großvater war Chinese und Tagle hat mehrmals erklärt, er sei auf sein chinesisches Erbe stolz. Besonders in Zeiten in der der Vatikan krampfhaft versucht, mit China Abkommen zu schließen, könnte dieses Element von Vorteil sein.

Tagles neue Rolle sehen andere als ein Anzeichen der Formung eines »super-Dikastierums« im Vatikan, das die Propaganda Fidei – also die Kongregation für die Evangelisierung der Völker – könnte mit dem Päpstlichen Rat für Neuevangelisierung zusammengelegt werden, um ein »Dikasterium für Evangelisierung« zu formen, das einen Stellenwert über der Kongregation für die Glaubenslehre einnehmen könnte.

Ein weiteres Anzeichen für die Förderung Tagles in die höchsten Posten ist die kürzlich unschöne Affäre, in die Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin verwickelt wurde: Er musste Verantwortung für eine Rettungsaktion eines bankrotten Krankenhauses übernehmen, inmitten eines Netzes von Betrug und Veruntreuung, was seine Chance als Nachfolger Franziskus schmälerte.

Kardinal Tagle wird seine Rolle als Präfekt Anfang 2020 einnehmen.

(jb)