Pisa-Studien-Opfer meint: „Made in Germany war einfach scheiße – bis die Türken in den Fabriken das geändert haben!“

Oh Mann, wo fang ich an, wo hör ich auf? Fräulein Blaupinkhaar (siehe Video oben) ist ja aber mal völlig ahnungslos. Dabei hätte ein Blick auf Wikipedia gereicht:

Made in Germany (englisch für Hergestellt in Deutschland) ist eine Herkunftsbezeichnung. Ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor vermeintlich billiger und minderwertiger Importware in Großbritannien eingeführt, gilt die Bezeichnung heute in den Augen vieler Verbraucher als Gütesiegel. Gemäß einer internationalen Studie von 2017 genießt Made in Germany ein hohes internationales Ansehen und liegt auf Platz 1 von 52 Ländern des Made-in-Country-Index.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde „Made in Germany“ zu einem Synonym für das deutsche Wirtschaftswunder. Durch die Exporterfolge der Bundesrepublik Deutschland und im Zuge der Globalisierung wurde es weltweit bekannt.

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„Als Schutz vor vermeintlich billiger und minderwertiger Importware “ – Aber gut, kann natürlich sein, dass das Mädel nicht weiß, was das Wort vermeintlich bedeutet. Unabhängig davon hätte eine weitere Wiki-Recherche genügt, um das Wirtschaftswunder zeitlich einzuordnen:

Wirtschaftswunder ist ein Schlagwort zur Beschreibung des unerwartet schnellen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.[1] 

Ab Anfang der 1960er Jahre ging der Investitionsboom langsam zurück. Die Kapazitäten konnten die Nachfrage befriedigen, der technische Rückstand war aufgeholt.

Ach, kucke mal da, ab Anfang der sechziger Jahre flaute das Wirtschaftswunder schon wieder ab. Ob das wohl damit zusammenhing, dass 1961  schlappe 6800 Türken in Deutschland lebten? Natürlich nicht.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt sagte übrigens 2009 über die Anwerbung ausländischer Arbeiter:

„Im Grunde genommen ging es ihm [dem damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard] darum, durch Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte das Lohnniveau niedrig zu halten. Mir wäre stattdessen lieber gewesen, die deutschen Löhne wären gestiegen.“

Geschichtsstunde beendet.

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