Jetzt spricht Steimle: „Eindeutig Berufsverbot, Zensur ersten Grades“

Für uns ist Meinungsfreiheit ein sehr hohes Gut und ein wesentlicher Bestandteil einer Gesellschaft und somit auch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Wolf-Dieter Jacobi | Programmdirektor MDR

Obiges Zitat ist jawohl der Brüller des Tages. Ist Jacobi vielleicht auch Komiker? Man weiß es nicht.
Nachdem der Kabarettist Uwe Steimle (56) seiner Liebe zur Heimat wegen vom Staatsfunk rausgeschmissen wurde, erschöpfte sich Linksfaschisten-Twitter wieder einmal in hilflosen Haarspaltereien. Der MDR hätte Uwe ja gar nicht rausgeschmissen, sein Vertrag sei nur nicht verlängert worden, eine völlig normale Sache also, hieß es. Umso köstlicher liest sich die Oberzeile in der Linkspostille Der Tagesspiegel: „Uwe Steimle nach MDR-Rauswurf“.
Doch lasst uns zum wirklich Wichtigen kommen, was sagt eigentlich Uwe zu seinem RAUSWURF?

Ich wurde entfernt, das ist eindeutig Berufsverbot, Zensur ersten Grades!

Ich bin maßlos enttäuscht. Meine Sendung war ein Farbtupfer, bildete unsere Lebenswirklichkeit ab.

Ich habe meine Arbeit immer ordentlich gemacht. Man hat seit Wochen einen Grund gesucht, um mich loszuwerden.

Eine Demokratie, die der freien Meinungsäußerung keinen Raum lässt, muss sich fragen lassen, ob sie noch eine Demokratie ist.

BILD & Tag24 | 5. Dezember 2019

Das Beste kommt zum Schluss, Herr Jacobi

Die Aufsichtsgremien des Mitteldeutschen Rundfunks sind zu staatsnah. Zu diesem Ergebnis kommt die Otto-Brenner-Stiftung.
So hat der MDR-Rundfunkrat einen Mitgliederanteil mit politischen Hintergrund von 35 Prozent, der MDR-Verwaltungsrat sogar von 43 Prozent. Eigentlich sollen sich diese Gremien aus den gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammensetzen und staatsfern sein.
Doch bei Wahl des Rundfunkrates am 8. Dezember wurden gleich zwei wichtige Positionen von Vertretern aus den Reihen der CDU gewählt: Steffen Flath als Vorsitzender und Erhard Weimann als Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen.

Das ist zu viel Staatsnähe und schlecht für die Wirkung des MDR-Rundfunkrates befürchtet Markus Schlimbach vom DGB, der ebenfalls im Gremium sitzt.

Deutschlandfunk | 12. Dezember 2015

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