Staatsanwaltschaft stuft Tat vom Frankfurter Hauptbahnhof nicht als Mord ein

Die Tat hatte Deutschland schockiert: Im Juli hatte ein etwa 40-jähriger Eriträer eine Mutter und ihren 8-jährigen Sohn im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen hereinfahrenden ICE gestoßen. Die Mutter konnte sich noch rechtzeitig wegrollen. Der Junge wurde vom Zug erfasst und starb. Die Mutter und ihr Sohn Leo waren auf dem Weg zum Urlaub nach Österreich.
Dieser Fall beschäftigt nun das Gericht. Wie »Focus-Online« berichtete, soll die Staatsanwaltschaft die Tat nicht als Mord eingestuft haben. Man gehe vielmehr von Totschlag aus. Der Täter habe getötet, »ohne Mörder zu sein«, heißt es.
Laut einem psychiatrischen Gutachten soll der Eriträer an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Diese sei als krankhafte seelische Störung zu werten. Nach Einschätzung des Gutachters soll der mutmaßliche Täter zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein.
Der Anwalt der Opferfamilie ist wegen dieser Einschätzungen entsetzt. Wenn jemand von hinten Anlauf nimmt und eine Mutter mit ihrem Kind vor den Zug stößt, dann sei das ein »klassischer heimtückischer Mord«.

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