Kardinal für Kultur nimmt an heidnischem Ritual teil

Auf dem Video kann man Kardinal Ravasi sehen, der während einer Zeremonie in San Marco Sierras in Argentinien zusammen mit einem Schamanen zwei heidnische Gottheiten verehrt hat, wiekath.net berichtet.

»Hier ist unsere Spiritualität. Hier sind unsere Symbole, heilige Symbole. Da sind die Tonschalen. Da ist der Maiskolben. Da ist die Erde. Da ist das Wasser. Elemente die uns immer begleitet haben«, so die Worte des Schamanen während der Zeremonie.

Der Schamane weiter: »Wir haben Mutter Erde um Erlaubnis gefragt. Wir haben Vater Sonne, Tata Inti, um Erlaubnis gefragt. Gewiss waren alle meine Brüder und Schwestern in einem inneren Dialog mit dem an was sie glauben.«

Kardinal Gianfranco Ravasi ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur und bekleidet dieses Amt sei 2007.

Auf Anfrage, er klärte ein Sprecher von Kardinal Ravasi, dass es sich um »folkloristische und kulturelle Traditionen der indigenen Völker von Argentinien und Paraguay« gehandelt hätte, um eine »spirituelle Zeremonie« aber nicht um einen Götzendienst. Das Ritual das in dem Video zu sehen ist, sei eine kulturelle Darbietung gewesen und nur eine von vielen Aufführungen der Veranstaltung gewesen.

Von wem können die Gläubigen erwarten, den Glauben zu verkünden, wenn nicht von ihren Hirten? Im Pontifikat von Franziskus wird diese Art von Götzendienst und von verwirrenden Gesten nicht nur geduldet sondern sogar gefördert. Kardinäle wie Ravasi sollten eine Standpauke bekommen – vor allem als Höchster Amtsträger für Kultur im Vatikan.

(jb)