Wieder Tote bei Demonstrationen im Irak

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind wieder zwei Demonstranten ums Leben gekommen. Rund 30 seien verletzt worden [siehe Bericht »Tagesschau«]. Die Demonstranten sollen sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert haben.
Seit Wochen entlädt sich der angestaute Frust über die korrupte Regierung in Bagdad und anderen irakischen Städten. Die soziale Not ist groß. Die Jugendarbeitslosigkeit gibt den jungen Menschen keine Zukunft. Die Gelder aus dem Export von Erdöl kommen in der Bevölkerung nicht an.
Seit Beginn der Demonstrationen vor wenigen Wochen sollen bereits mehr als 300 Personen getötet worden sein, viele davon in Bagdad und Basra. Inspiriert sind die Demonstranten auch von den zeitgleichen Protesten im Libanon.
Im Süden des Landes baut der Iran seinen Einfluss aus. Denn im Süden des Irak gibt es viele Schiiten, die von Teheran aus auch finanziell unterstützt werden.