Nach GewalteskalationenBremer FDP warnt vor Gefahren des Linksextremismus

BREMEN. Die Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bremer Bürgerschaft, Lencke Wischhusen, hat mehr Aufklärung über Linksextremismus an Schulen gefordert. „Die Anschläge werden immer brutaler und rücksichtsloser“, sagte Wischhusen am Mittwoch in der Bremer Bürgerschaft laut einem Bericht des Weser-Kurier.

Anlaß war eine von der FDP beantragte Aktuelle Stunde. Wischhusen beklagte: „Zu lange haben wir bei Linksextremismus weggeschaut.“ Erst als beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg kriegsähnliche Zustände herrschten, habe man begonnen, über das Problem zu reden. Sie verlangte mehr Wachsamkeit. Schließlich habe auch die RAF harmlos begonnen.

„Ganz Bremen haßt die FDP“

„Wir brauchen bessere Präventionsmaßnahmen und Aufklärung in der Schule, eine Stärkung der Sicherheitsbehörden, schnelle Verfahren bei der Strafverfolgung.“ Ihre Warnung: „Sonst wachen wir in einer anderen Gesellschaft auf – und das wollen wir auf keinen Fall.“ Staat und Gesellschaft müßten jetzt „ganz klare Grenzen aufzeigen“.

Konkret gehe es um brennende Polizeifahrzeuge, abgefackelte Autos, Farbanschläge und verwüstete Büros von Immobilienfirmen. Auch ihre eigene Partei sei betroffen. Bei einer Demonstration im Mai hätten Linksradikale „Ganz Bremen haßt die FDP“ gerufen. Zudem seien FDP-Mitglieder beschimpft, bespuckt und mit Bananenschalen beworfen worden. (tb)