Sachsen-AnhaltNach Doku über linken Verein: Anschlag auf rechten Filmemacher

HALLE. Der rechte Filmemacher Simon Kaupert hat den Verein „Miteinander“ für einen Anschlag auf sein Auto mitverantwortlich gemacht. „‘Miteinander e.V.’ mag zwar nicht direkt zugeschlagen haben, aber zwielichtige Akteure wie Thorsten Hahnel und David Begrich erzeugen – beispielsweise durch Meldeportale gegen Andersdenkende und Denunziation kritischer Mitbürger – eine Gesellschaftsverrohung, durch die derartige Angriffe zum Alltag in der bunten Republik gehören“, sagte Kaupert am Donnerstag der JUNGEN FREIHEIT.

In der Nacht zu Donnerstag hatten zwei vermummte, mutmaßlich linksextreme Täter Kauperts Wagen demoliert. Sie schlugen unter anderem Scheiben ein und zerstachen Reifen. Kaupert beziffert den Schaden auf rund 3.000 Euro.

Staatlich finanziertes Meldeportal

Wenige Stunden zuvor hatte die Plattform „Ein Prozent“ eine kurze Dokumentation über „Miteinander“ veröffentlicht, in der auch Kaupert zu Wort kommt. Darin geht es unter anderem um die Finanzierung sowie die Arbeit des Vereins. Dieser verantworte etwa ein Meldeportal, bei dem „rechte Aktivitäten“, zu denen auch Flugzettelaktionen oder Mahnwachen zählen, erfaßt werden sollen.

Der Verein von Hahnel und Begrich wird unter anderem vom Bundesfamilienministerium, dem Arbeits- und Sozialministerium Sachsen-Anhalt sowie der Landeszentrale für politische Bildung gefördert. Er betreibe finanziert durch Steuergelder „genau die Spaltung der Gesellschaft, die er patriotischen Konservativen anlastet“, kritisiert Kaupert. (ls)