Abdullah H. bereitete Terroranschlag vor: Festnahme von Bombenbauer in Berlin

Von Max Roland | Ermittlungen der Generalbundesanwaltschaft haben heute in Berlin zur Verhaftung eines 26-Jährigen Syrers geführt. Dem Mann wird vorgeworfen, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt ebenfalls gegen den Mann, der laut ARD-Informationen Abdullah H. heißt.

Die Bundesbehörden wurden laut Medienberichten vor Monaten durch den Hinweis eines ausländischen Nachrichtendienstes auf den er radikal-islamistisch gesinnten Mann aufmerksam. Der Beschuldigte soll seit Januar 2019 damit begonnen haben, Materialien zum Bau von Bomben zu beschaffen. Laut Berliner Generalstaatsanwaltschaft habe er außerdem Pläne für den Bombenbau in IS-Chatgruppen auf dem Messengerdienst „Telegram“ ausgetauscht. 

Tatsächlich besorgte der Mann im Sommer diesen Jahres Chemikalien, die zur Herstellung von TATP benutzt werden. Es gilt als „Sprengstoff der Islamisten“ – sowohl Die Attentäter von Paris als auch die Angreifer von Brüssel nutzten TATP.  Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Austauschs der Bombenpläne, während der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen der Vorbereitung eines Terroranschlages führt. 

Abdullah H. wurde in seiner Berliner Wohnung nahe des Schöneberger Rathauses durch Beamte des BKAs sowie der Spezialeinheit GSG9 verhaftet.