„Extinction Rebellion“-Gründer: Der Holocaust war „weiterer Scheiß“

Von Liana Schütz |  Die Geschichte ist ein Plattenspieler? Nicht wahr? Und deshalb sind geschichtliche Ereignisse auch nicht individuell nach ihrer Abscheulichkeit zu bemessen, sondern im Gesamtzusammenhang relativierbar? 

Diesen Gedanken äußerte zumindest ein Herr namens Roger Hallam, Mitbegründer der Klimahysteriebewegung Extinction Rebellion. Die Bewegung wurde in Deutschland bekannt durch Aktionen des zivilen Ungehorsam bis hin zur Nötigung, wie in Berlin geschehen im Oktober. Dort führten die Klima- ‚Aktivisten‘ Blockaden an den wichtigsten Verkehrspunkten Berlins durch. Hallam sagte im Interview mit der ZEIT: “Tatsache ist, dass in unserer Geschichte Millionen von Menschen unter schlimmen Umständen regelmäßig umgebracht worden sind“. Er bezeichnete den Holocaust auch übersetzt als „weiteren Scheiß“. Was hat der Mann Glück, dass er kein AfD-Politiker ist.

Hallam vergleicht Ereignisse, wie das sogenannte Kongogräuel der Belgier im 19. Jahrhundert, mit dem Holocaust und geht im Folgenden dann darauf ein, dass der Holocaust deswegen auch nur ein schlimmes Ereignis von vielen sei. Genozide seien schließlich, wegen ihrer Häufigkeit „ein fast normales Ereignis“.

Doch eben solche abstrusen Gedankengänge sind nichts Neues. So konnte man nach dem antisemitischen Anschlag in Halle wenig später auf Demonstration Plakaten wie diesen begegnen.

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Anscheinend ist alles unwichtig und irrelevant, wenn es nicht etwas mit der Thematik ‚Klima‘ zu tun hat. Solche Äußerungen, wie die von Hallam sind beschämend und geben einem allen Grund zur Sorge, dass sich die Klimaschutz-Bewegungen in eine äußerst fragwürdige Richtung bewegen. Ich bin gespannt, ob und wann der Aufschrei der waschechten Demokraten hierzulande, zu diesen Äußerungen kommt.