Staatsfunk-Chefredakteur Reinald Becker (ARD) feiert Merkel-Regierung für Grundrente

Der Chefredakteur der ARD Rainald Becker fühlte sich
offenbar vom Publizisten und ehemaligen FAZ-Herausgeber Dr. Hugo Müller-Vogg
auf Twitter provoziert, teilte dessen kritische Meinung über die von der Bundesregierung
eingeführte Grundrente nicht. „Mindestlohn und Grundrente – Schritte zu mehr
sozialer Gerechtigkeit. Danke @spdde @CDU @CSU“, schrieb der „Journalist“ bei
dem Kurznachrichtendienst.

Es ist nicht das erste Mal, dass Beckers Äußerungen in der
Öffentlichkeit auf Kritik stoßen. Als Israel sich weigerte, die beiden muslimische
US-Kongressabgeordneten Ilhan Omar (37) und Rashida Tlaib (43) einreisen zu
lassen, weil sie antiisraelische und antisemitische Kampagne BDS (Boycott,
Divestment and Sanctions) unterstützen, twitterte Becker, Israel sei „das Büttel
der USA“.

Damit wahrt die ARD nicht einmal mehr den Schein einer nötigen
Distanz zu den Regierenden. Denn es ist nicht irgendeine Reporterin eines
kleinen Landesstudios, die ihren Landesvater in den Himmel lobt. Es ist der
Chefredakteur persönlich, der sich hier zum „Büttel“ von Merkel und Co. macht.

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag,
schrieb bei Facebook, Menschen im Staatsfunk wie Becker hätten „kein Problem
damit, auf die kritische Berichterstattung vollends zu verzichten. Man schreibt
lieber den Mächtigen nach dem Mund und ist sich nicht zu schade dafür, das
Kabinett Merkel nach allen Regeln der Kunst zu lobhudeln. Mit den Medien als
neutrale, vierte Macht im Staat hat das rein gar nichts mehr zu tun.“

Dass den Berichterstattern von ARD und ZDF längst die nötige
Distanz zu den politischen Eliten fehlt, ist zwar keine Überraschung, dass der Chefredakteur
eines Senders seine Marschrichtung veröffentlicht, hingegen schon. Wirklich (regierungs-)
kritischer Journalismus findet zum größten Teil nur noch bei den freien Medien statt.