Grüne planen Laborversuche mit Hamburger Bürgern

Wie alle Leute, die nie gearbeitet haben, haben die Grünen eine Vorliebe für Wortspiele. In Hamburg machen sie aus der weltstädtischen Beschreibung »Tor zur Welt« das politische Motto »Labor zur Welt«. Das reimt sich zwar sprachlich schlecht; aber es reimt sich mit der ideologischen Ausrichtung der meisten Grünen. Sie verstehen sich als Politiker, die experimentieren. Am liebsten mit den Geldern der Bürger und noch lieber mit den Bürgern selber.
Was planen die Grünen ? – Das wissen wir noch nicht. Aber man kann es sich denken. Dafür reicht ein Blick in andere deutsche Städte, in denen Grüne das Sagen oder zumindest Mit–Sagen haben: Gender-Undeutsch in der Verwaltung, E–Roller in der Innenstadt, Klimanotstand und autofreie Innenstadt; vielleicht wird als spezielle Hamburger Note noch ein Shuttle zur Nordafrikanischen Küste eingerichtet. Wer weiß. Auf jeden Fall wird experimentiert.
Und das ist der Punkt, um den es geht. Die Grünen wollen einen Laborversuch starten. Daran ändert auch die scheinbar durchdacht gewählte Wortwahl nichts. Ob die Spitzenkandidatin der Grünen Katharina Fegebank auf einer Wahlveranstaltung nun, wie es zunächst hieß, »Labor der Welt« gesagt hat oder »Labor zur Welt«, wie sie der Weltkorrigierend mitgeteilt hat – das Wort vom Labor steht im Raum. Und es hat eine klare Bedeutung.
Mit jeder sozialistischen Machtergreifung haben Laborversuche begonnen. Immer war vom »neuen Menschen« die Rede, den sich Kommunisten und Sozialisten auf ihren Reißbrettern ausgemalt hatten und der nun umgelebt werden musste. Wer sich verweigerte, wurde drangsaliert, gefoltert, schließlich ermordet.
In dieser Tradition politisieren die Grünen. Auflösung der Geschlechtergrenzen, Umsiedlung ganzer Bevölkerungsgruppen, die großflächige Vernichtung von Landschaft – so heißen ihre Versuche. Und in dieser Tradition wollen die Grünen Hamburg weiter regieren. Der sprachliche Lapsus, der keiner war, hat sie verraten. Man muss nicht Helmut Schmidt zitieren, um das Ende solcher Laborversuche zu kennen. Aber die SPD sollte später nicht wieder sagen, sie habe nicht gewusst, mit wem sie sich einlässt.