Wg. Greta: Blödelbarde Konstantin Wecker nennt Lutz Bachmann einen Faschisten

Liebe Freundinnen und Freunde,

Lutz Bachmann, der Pegida-Bachmann, nennt am 3.6.2019 Greta Thunberg eine „geistesbehinderte Kröte“. Er sei „einfach nur angewidert von solchen Subjekten“. Und weiter pöbelt er: „So setzt sich die grünfaschistische Brut für absurde Klimaziele ein und hält an der Mär des menschgemachten Klimawandels fest.“

Abgesehen von der lächerlichen Absurdität, dass ein Faschist seine Gegner als Faschisten beschimpft, zeigt das deutlich die Panik dieser Herren davor, sich von einer jungen, klugen und mutigen Frau in ihrer Dummheit und Verbohrtheit vorführen zu lassen.

Wenn vieles auf unserer Welt aus den Fugen geraten ist, so liegt dies gewiss nicht an jungen und sehr jungen Frauen. Es liegt auch nicht an Menschen mit Asperger-Syndrom, es liegt an der furchtbaren Arroganz der selbsternannten „Normalen“, vor allem der Männer fortgeschrittenen Alters.

Das Patriarchat hat versagt, Herr Bachmann. 5000 Jahre brutalen Herrschaftsgebarens haben Milliarden von Menschen, Tiere und Pflanzen in Kriegen vernichtet und die Ökosphäre auf unserem Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht. Und es waren fast immer die grausamsten und herzlosesten Männer, die sich an die Spitze eines Volkes hinaufgemordet haben – Soziopathen allesamt.

Die Angst der Männer vor den Frauen und dem Weiblichen bestimmte diese Jahrtausende, geschürt von unreifen Männlein allesamt.

„Nein, ich hör nicht auf zu träumen von der herrschaftsfreien Welt, wo der Menschen Miteinander unser Sein zusammenhält“ singe ich in meinem Lied „Den Parolen keine Chance“. Und Träume – so wichtig sie sind – sollten nicht Träume bleiben, sondern nach Verwirklichung drängen.

Wir sollten uns bewusst sein, dass wir diese unsere Erde und ihre Lebewesen nur am Leben erhalten können, wenn wir uns vehement wehren gegen den drohenden Faschismus und den Neoliberalismus, der es geschafft hat uns einzureden, dass wir all das aus freiem Willen tun, was dieses Monster mästet, was dieser Hydra immer wieder neue Köpfe wachsen lässt. So hat er einen kleinen Prozentsatz der Menschheit immer reicher und gieriger gemacht und alle anderen in tiefste Verunsicherung, Verarmung und Verzweiflung gestürzt.

Und was die Völkischen, Identitären und Nationalisten von euch allen halten, die ihr euch für eine radikale Wende in der Klimapolitik einsetzt, hat ja Lutz Bachmann deutlich gesagt, wenn er von der „Mär vom menschengemachten Klimawandel“ faselt.

Gewissenlose Potentaten wie Trump und Bolsenaro, die schnell die Chance erkannten, ihre bröckelnde Machtposition wieder zu festigen, schlugen erbarmungslos zu: mit Parolen und Fake News, mit vorgeschobener Bürgernähe und fahnenschwenkendem Unsinn. Sie wussten wohl, was für Ängste in den von einem gnadenlosen Kapitalismus verunsicherten Bürgerinnen und Bürgern schlummerten. Innen lauerten.

Liebe Freundinnen und Freunde, ich vertraue mich keinem Notarzt an, der behauptet, dass die von mir schmerzlich gefühlte Verletzung angeblich gar nicht existiert.

Und ich vertraue erst recht keinem Politiker, der, um billigen Applaus von seinen verblendeten Anhängern einzuheimsen, einfach die Existenz dieser alles Leben auf der Erde gefährdenden Klimakatastrophe leugnet. Gäbe es nicht genügend andere Gründe, sich angewidert von AfD, Pegida und Konsorten abzuwenden – die peinliche Ignoranz eines Gauland und Bachmann in Umweltfragen müsste den Ausschlag geben.

Rechte Ideologien sind per se lebensfeindlich, weil sie sich jener Vielfalt und Buntheit verweigern, die nur in Freiheit gut gedeihen kann. So überrascht es nicht, dass sich Rechtspopulisten nicht scheuen, auch unser Ökosystem durch Nichtstun sterben zu lassen, jene wunderbaren Lebensformen, an denen Menschen, die noch gesund zu fühlen vermögen, mit ihren Herzen hängen.

Liebe Freundinnen, liebe Freunde, vielleicht erscheint der Widerstand vielen sinnlos. Und mancher mag sich sagen: „Was kann ich denn schon tun, alleine, ohne Gleichgesinnte?“

Denen gilt es nun Mut zu machen, denn die mit dem Herzen denken sind – und da bin ich mir sicher – immer noch in der Überzahl. Sie sind aber schrecklich verunsichert und vor allem: nicht annähernd so lautstark.

Nach wie vor glaube ich, dass eine spirituelle Revolution am Wachsen ist, und mir kommt dieses ganze Machogehabe verunsicherter Männlein wie Trump, Johnson, Erdogan, Putin, Kim, Orban, Gauland, Strache und wie sie alle heißen mögen wie das – hoffentlich! – letzte große, fast verzweifelte Aufbäumen des Patriarchats vor.

Lassen wir uns von ihnen nicht ins Bockshorn jagen! Lassen wir uns nicht verführen von den sogenannten „Führern“! Widerstehen wir mit all dem, was uns als menschlichen Wesen gegeben ist an Mitgefühl und Verstand, Poesie und Zärtlichkeit!

Lutz Bachmann reagierte kurz und knapp:

Da gab’s mutmaßlich mal wieder gutes Koks bei Konsti, oder braucht er nur mal wieder Öffentlichkeit?
(Nein, hat er nicht bei mir gekauft!)