30 Jahre Mauerfall: Wie ich als Jugendlicher im DDR-Zuchthaus gefoltert wurde

Es waren die späten sechziger Jahre. Aufbruchstimmung weltweit. Die Jugend rebellierte gegen die Kleinbürgerlichkeit ihrer Eltern. Die Haare wurden länger, die Musik härter. Nicht nur im freien Westen, auch hinter dem „Eisernen Vorhang“, in der sogenannten Deutschen Demokratischen Republik. Dort allerdings unter erschwerten Bedingungen. Lange Haare waren verboten, Rockmusik sowieso.

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Axel Weber, damals sechzehn, konnte mit Regeln und Verboten nicht viel anfangen. Mit denen musste er sich seine ganze Kindheit als „Junger Pionier“ in der DDR rumschlagen. Axel lebte in einem Städtchen mit 8000 Seelen und versuchte der Enge zu entfliehen, indem er im Kleinen rebellierte. Er ließ sich die Haare wachsen, nannte sich in seiner Jugendbande Brian Jones, nach dem Lead-Gitarristen der Rolling Stones, und wünschte sich beim RIAS, einem Radiosender aus Westberlin, Lieder seiner Lieblingsgruppen. Was selbstverständlich auch verboten war.

Dass sich ein Junge aus der DDR bei einem Westsender verbotene Musik aus England und Amerika wünschte, blieb der Staatssicherheit nicht lang verborgen. Die Stasi sprach mit Axels Eltern, beide mehr oder weniger systemtreu, die ihn beknieten, nicht weiter aufzufallen.
Wurde nichts draus, natürlich nicht. Ja mehr noch, der Besuch der Stasi animierte Axel dazu, das ganze System in Frage zu stellen. Als er in seiner Lehre zwei gleichgesinnte Jungs traf, war klar: Wir machen rüber!
In den Westen also. Einer bekam kalte Füße, Axel machte sich mit seinem besten Freund auf den Weg in die Freiheit. Mit dem Zug ging es in die damalige CSSR, von dort trampten die beiden Abenteurer bis zur deutschen Grenze.
Nur noch ein paar Meter bis in den Westen, doch dann …

Wie es weiterging, erfahrt ihr in obigem Video, Freunde.

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