Beschämend: Berliner Senat verschmäht Statue von Mauer-Einreißer Ronald Reagan

Ohne Ronald Reagan hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben. Er hat mit seinem Programm der Aufrüstung die UdSSR in die Knie gezwungen. Dass ihm ausgerechnet die politische Führung Berlins eine Statue verwehren will, ist beschämend.

Ohne Reagan wäre Berlin immer noch durch eine Mauer geteilte Stadt. Aber genau das ist es, was ihm die Linken, Grünen und SPD nie verzeihen werden. Die trauern immer noch der DDR hinterher.

Petr Bystron | MdB | AfD

Es war am 12. Juni 1987 als in Berlin wieder einmal Geschichte geschrieben wurde. Der damalige US-Präsident Ronald Reagan († 93) hielt am Brandenburger Tor eine Rede, die  bedeutender war, als die von Ernst Reuter 1948 („Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!“) und wirkungsreicher als John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ (1963).

Ein Mensch, den Reagans episches „Mr. Gorbachev, open this gate!“ (Öffnen Sie das Tor!) & „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“ (Reißen Sie diese Mauer nieder!) damals nicht zu Tränen gerührt haben, hat irgendwas nicht begriffen, vom Leben, von der Freiheit.

Und nur zwei Jahre später war es dann ja auch soweit: Die Mauer fiel. Wem also stünde in der deutschen Hauptstadt eher eine Gedenkstatue zu, als Ronald Reagan? 30 Jahre danach? Wem zur Hölle?
Niemandem, exakt. Unseren Nachbarn ist das bewusst: „Von Budapest bis Warschau, von London bis Danzig, überall gibt es Statuen von Präsident Reagan …“, sagt US-Botschafter Richard Grenell (53) und erinnert: „Ohne Ronald W. Reagan hätte die Geschichte der vergangenen 30 Jahre in Deutschland, den Vereinigten Staaten und weltweit sehr viel düsterer ausgesehen.“

Bereits seit Jahren wollen die Vereinigten Staaten ihren Ex-Präsidenten mit einer Statue ehren. Doch die Stadtverwaltung hat kein Interesse. Mit einer schier unglaublichen Begründung: Reagan ist bereits Ehrenbürger der Stadt, eine Statue als zusätzliche Würdigung seiner Lebensleistung wäre unangemessen.
Bitte, was?

Letztendlich kam US-Botschafter Grenell auf eine pragmatische Idee: Er ließ die Statue auf der Terrasse der US-Botschaft aufstellen – auf dem Hoheitsgebiet der USA.

 „Wir sind stolz, ankündigen zu können …“: Richard Grenell, US-Botschafter in Berlin, bleibt auf Twitter lässig.

US-Außenminister Mike Pompeo (55) weihte das Denkmal ein. Ohne Merkel, klar. Vorab lobte er den Mut der Ostdeutschen, die Mauer endgültig zu Fall gebracht zu haben.

Das „Wall Street Journal“ lacht derweilen über den Berliner Senat: „Ronald Reagan liebte Berlin. Bei der deutschen Hauptstadt ist es etwas komplizierter.“ Immer wieder hätten US-Würdenträger bei Berliner Behörden angeklopft, immer wieder seien sie abgewiesen worden.