Gläubige versagen Franziskus die Unterstützung

Wer sich der Religion zuwendet, sucht Spiritualität und Orientierung. Zur Orientierung braucht man feste Glaubensgrundsätze. Doch die werden im Reformeifer der Säkularisierung aufgelöst. Die Kirche wird zunehmend zu einer linksideologischen NGO umgeändert.
Das irritiert viele Gläubige. Die Folge: Sie entziehen der Kirche ihr vertrauen und geben keine Spenden mehr.
Wie ein Investigativreporter jetzt herausfand, steht der Vatikan vor massiven Finanzproblemen [siehe Bericht »n-tv« und »Focus« mit Bezug auf Berichte von »La Republicca«]. Die geringer werdenden Spenden wirken sich deutlich auf den Haushalt des Vatikans aus. Die Situation sei so brisant, dass die Kirche auf einen Finanzchrash zulaufe, heißt es.
Das weltweite Spendenaufkommen soll zurzeit bei jährlich rund 51 Millionen Euro liegen. 2006 soll es noch bei circa 101 Millionen gelegen haben. Das ist ein deutlicher Rückgang. Natürlich beruhen die Einnahmen des Vatikans nicht nur auf Spenden. Aber sie waren immer als fester Bestandteil in die Budgetberechnungen einkalkuliert worden. Der Investigativ-Journalist Gianluigi Nuzzi macht in seinem neuen Buch auch die Klientel-Wirtschaft in der Kirche für das Finanzdebakel mitverantwortlich.
Erst vor wenigen hatte die Suspendierung von fünf Mitarbeitern der Kurie für Aufsehen gesorgt. Dabei soll es um die Zweckentfremdung von Geldern des Peterspfennigs gegangen sein. Die Spenden sollen unter anderem zum Kauf einer Immobilie in London verwendet worden sein. Nachdem ein vertrauliches Dokument mit den Namen der Suspendierten an die Öffentlichkeit gelangt war, musste der vatikanische Polizeichef Domenico Giani zurücktreten.
Papst Franziskus war mit viel Reformeifer angetreten. Doch wie man sieht, hat er die wirklichen Probleme des Vatikans und der Kirche nicht im griff. Er ist zu sehr mit säkular-ideologischen Fragen beschäftigt als sich um den Glauben oder um die Ordnung im Vatikan zu kümmern.