Politisch »Linker« unter Mitwisserverdacht des Anschlags in Halle verhaftet

Noch immer suchen die Ermittlungsbehörden nach Hintermännern von Stephan Balliet, dem Attentäter von Halle. Auch wenn Balliets Anwalt mehrfach und nachdrücklich darauf hinwies, dass sein Mandat weder ein Neonazi noch rechtspolitisch interessiert oder ausgerichtet sei, ignorieren Mainstreammedien und Altparteienvertreter in der Berichterstattung respektive in ihren Aussagen diesen Fakt. Gebetsmühlenartig verbreiten sie das Mantra der angeblichen Nähe beziehungsweise Verantwortung der AfD für den Anschlag in Halle und dem Täter.
Die Ermittlungsbehörden sind laut Bericht derZeit unter Mithilfe von US-Behörden zwei jungen Männern aus Mönchengladbach auf die Spur gekommen, die in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Anschlag das 15-seitige Manifest von Balliet im Internet veröffentlicht hatten. Beide Männer (26 und 28 Jahre) wurden verhaftet, die gemeinsam bewohnte Wohnung wurde durchsucht, der Computer sichergestellt. Einer der beiden, mutmaßlich derjenige, der das Manifest ins Netz einspielte, gab laut Aussage des Sprechers der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach an, Ballliet persönlich nicht zu kennen. Der Verhaftete sei nach eigenen Aussagen politisch links eingestellt. Mit Blick auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen wollte der Sprecher keine weiteren Angaben machen, bestätigte lediglich die bereits bekannten Schritte.
Weiterhin unklar ist die Herkunft einer Zahlung von etwa 750 Euro an Balliet, die er dazu verwendete, um sich Waffen und Material für seinen Anschlag beschaffen zu können. Balliet selbst gab gegenüber seinem Anwalt an, dass ihm dieses Geld in Form von 0,1 Bitcoin zufloss, der Spender aber anonym war.