Drohende Gefahr aus Russland: Bundeswehr trainiert für Atombombeneinsatz

(Symbolbild)

Von Elisa David | Berichten der Deutschen-Presse Agentur zu Folge startete diese Woche eine geheime Bündnisübung namens „Steadfast Noon“. Dabei trainiert die deutsche Luftwaffe zusammen mit NATO-Partnern für einen Atombombeneinsatz, da das Aufrüsten Russlands und insbesondere ein neues russisches Waffensystem in der NATO für Beunruhigung gesorgt hat.

In der Übung wird unter anderem der Einsatz von Jagdbombern trainiert, die im Falle eines Krieges mit Atomwaffen bestückt werden können. Militärexperten gaben an, dass bei den regelmäßig stattfindenden „Steadfast Noon“- Manövern trainiert werden soll, wie man die Atomwaffen sicher aus den unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen transportiert und unter den Kampfjets montiert.

Die Bundeswehr beteiligt sich an dieser Mission mit Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33. Diese Kampfjets sind auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert, wo auch taktische US-Atomwaffen vom Typ B61 lagern sollen – allerdings sind die Angaben dazu noch nicht offiziell bestätigt. Im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ in der NATO könnten die B61 im Ernstfall auch von deutschen Tornados abgeworfen werden um beispielsweise gegnerische Streitkräfte auszuschalten. Weitere Atomwaffen sollen in Italien, den Niederlanden, Belgien in der Türkei lagern.

Seit dem Ende des INF-Abrüstungsvertrages ist die Situation zwischen dem Westen und Russland angespannter. Der Vertrag war im Sommer durch die USA mit Unterstützung und Rückendeckung von den NATO-Partnern gekündigt worden, weil Russland den Vertrag bereits seit Jahren durch Stationierung von Mittelstreckenraketen in Kaliningrad verletzt hatte und den Vertrag damit ad absurdum geführt hat. Der Außenminister Litauens Linas Linkevicius verteidigte die Kündigung damals wie folgt:
„Ein Vertrag hat solange einen Wert, wie er von beiden Seiten eingehalten wird. Wenn nicht, verliert er diesen Wert. Da Russland auf die Kritik, dass der Vertrag nicht annähernd eingehalten wurde, nicht reagiert hat, brauchten die USA jetzt ein anderes Druckmittel.“.

Lesen Sie hier eine Analyse zur Kündigung des INF-Abrüstungsvertrags.